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19.01.2010

13:01 Uhr

Inflation droht

Preise auf britischer Insel steigen sprunghaft

Die Zeit des billigen Geldes könnte für großbritanniens Banken schon bald ein Ende haben: Die Inflation ist auf der Insel sprunghaft gestiegen und beträgt nun fast drei Prozent. Eine Kurskorrektur der Notenbank scheint unausweichlich.

Zehn britische Pfund: Währung wertete nach Zinsgerüchten deutlich auf. dpa

Zehn britische Pfund: Währung wertete nach Zinsgerüchten deutlich auf.

HB LONDON. Ein kräftiger Preisanstieg hat in Großbritannien die Spekulationen über Zinserhöhungen genährt. Die Verbraucherpreise kletterten im Dezember um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt am Dienstag mitteilte. Im November hatte die Teuerung 1,9 Prozent getragen.

Eine solch starke Veränderung binnen Monatsfrist hat es zuvor noch nicht gegeben. Der Anstieg geht auf Sonderfaktoren zurück: Die Regierung hatte Ende 2009 die Mehrwertsteuer vorübergehend gesenkt, um den Konsum in der Rezession anzukurbeln. Auch die Einzelhändler hatten aus diesem Grund ihre Preise kräftig gesenkt.

Die Inflationsrate lag damit deutlich über der von der Bank of England angestrebten Marke von zwei Prozent. Die Notenbank könnte deshalb gezwungen sein, weniger Geld in die Wirtschaft zu lenken und ihren Leitzins eher früher als später anzuheben. Sie hatte im Kampf gegen die Rezession mit dem Kauf von Staatsanleihen rund 200 Mrd. Pfund in den Wirtschaftskreislauf gepumpt und den Leitzins auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt. Billiges Geld kann die Inflation anheizen.

Die Aussicht auf steigende Zinsen ließ das britische Pfund aufwerten. Der Kurs stieg gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit vier Monaten. Höhere Zinsen machen die Währung für Anleger attraktiver.

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