Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2010

12:42 Uhr

Inflation

EU-Verbraucherpreise im freien Fall

Seit der Einführung des Euro war die Inflation im gemeinsamen Währungsgebiet noch nie so niedrig wie im vergangenen Jahr. Grund dafür sind vor allem fallende Energie- und Lebensmittelpreise gewesen.

HB LUXEMBURG/BRÜSSEL. Die jährliche Teuerung fiel massiv auf 0,3 Prozent nach 3,3 Prozent im Jahr zuvor, teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mit.

Grund dafür seien vor allem fallende Energie- und Lebensmittelpreise gewesen, hieß es ergänzend aus dem Amt. In der gesamten EU mit 27 Staaten gab es einen Rückgang auf 1,0 Prozent nach 3,7 Prozent zuvor.

Deutschland schnitt nach Angaben der EU-Chefstatistiker 2009 mit 0,2 Prozent noch besser ab als die Eurozone. Wegen der niedrigen Inflationsrate ist die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit nicht unter Druck, den wichtigsten Leitzins von 1,0 Prozent anzuheben. Nach den Regeln der EZB ist Preisstabilität im gemeinsamen Währungsgebiet bei Raten von bis zu zwei Prozent gesichert. Der Euro wurde zum 1. Januar 1999 eingeführt.

Ende 2009 beschleunigte sich der Preisauftrieb wieder. Im Dezember betrug die jährliche Inflationsrate im Eurogebiet 0,9 Prozent nach 0,5 Prozent im November, teilte Eurostat mit und bestätigte damit eine frühere eigene Schätzung. In der gesamten EU stieg die Rate ebenfalls um 0,4 Punkte auf 1,4 Prozent.

Für das laufende Jahr rechnet die EU-Kommission nach früheren Angaben wieder mit einem stärkeren Preisauftrieb. Erwartet wird für die Eurozone eine Rate von 1,1 Prozent und für die EU von 1,3 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×