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10.03.2016

13:31 Uhr

Inflation in China steigt

Erzeugerpreise seit vier Jahren im Fall

Was der EZB nicht glücken will, klappt in China ganz von allein: Die Inflation im Reich der Mitte zieht überraschend an. Auch die Preise für Lebensmittel steigen – doch die Erzeuger haben davon nichts.

Während die chinesischen Verbraucher immer mehr für ihre Lebensmittel zahlen müssen, kommen die Preisanstiege bei den Erzeugern nicht an. AP

Schlechte Zeiten für Lebensmittelerzeuger

Während die chinesischen Verbraucher immer mehr für ihre Lebensmittel zahlen müssen, kommen die Preisanstiege bei den Erzeugern nicht an.

PekingDie Inflation in China ist überraschend gestiegen – doch die Erzeugerpreise fallen mittlerweile schon seit 48 Monaten. Mit dem deutlichen Anstieg der Nahrungsmittelkosten um 7,3 Prozent wegen des Neujahrsfestes und des kalten Wetters legten die Verbraucherpreise im Februar um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking berichtete. Im Januar waren sie noch um 1,8 Prozent gestiegen. Dagegen gaben die Erzeugerpreise auf Großhandelsebene im Februar weiter mit 4,9 Prozent deutlich nach. Der seit vier Jahre anhaltende Rückgang fiel kaum niedriger aus als im Januar – da waren es noch 5,3 Prozent gewesen.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

Von

dpa

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