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12.06.2013

09:04 Uhr

Inflationsrate jetzt bei 1,5 Prozent

Preise für Lebensmittel und Lotto steigen

Die Inflation in Deutschland steigt wieder. Im Mai lag sie bei 1,5 Prozent und damit noch deutlich unter der zwei-Prozent-Marke. Die Rate hatte im April den tiefsten Stand seit 2010 erreicht.

Ein Kunde in einem Supermarkt. Die Inflation in Deutschland ist auf 1,5 Prozent gestiegen. Das liegt vor allem an steigenden Lebensmittelpreisen. dpa

Ein Kunde in einem Supermarkt. Die Inflation in Deutschland ist auf 1,5 Prozent gestiegen. Das liegt vor allem an steigenden Lebensmittelpreisen.

BerlinKräftige Preiserhöhungen für Lebensmittel und Lotto haben die deutsche Inflationsrate erstmals seit einem halben Jahr wieder steigen lassen. Waren und Dienstleistungen kosteten im Mai durchschnittlich 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im April hatte die Teuerungsrate mit 1,2 Prozent noch den tiefsten Stand seit September 2010 erreicht, weil sich vor allem Energie wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung verbilligt hatte. Trotz des Anstiegs herrschen damit nach Definition der Europäischen Zentralbank stabile Preise, die diese bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht.

Nahrungsmittel bestimmen zunehmend die Teuerungsrate“, schrieben die Statistiker. Schon seit rund anderthalb Jahren verteuern sie sich stärker als die Lebenshaltungskosten insgesamt. Im Mai mussten die Verbraucher 5,4 Prozent mehr für Lebensmittel ausgeben. Insbesondere für Gemüse (+12,1 Prozent) und Obst (+9,2) sowie für Speisefette und Speiseöle (+9,7) wurde erheblich mehr verlangt, ebenso für Fleisch und Fleischwaren (+5,6) sowie für Molkereiprodukte und Eier (+4,3).

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Besonders Telefonieren und Surfen im Internet wurde für Verbraucher im April billiger.

Noch stärker nach oben gingen die Preise für Glücksspiele. Hier gab es einen Aufschlag von 21,1 Prozent, „vor allem infolge der Preiserhöhung für die Spieleinsätze bei Lotto '6 aus 49'“. Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte etwas kräftiger steigen wird. Sie erwarten, dass die Unternehmen dann die steigenden Lohnkosten an die Verbraucher weiterreichen werden.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

12.06.2013, 09:47 Uhr

"Die Inflation in Deutschland steigt wieder. Im Mai lag sie bei 1,5 Prozent und damit noch deutlich unter der zwei-Prozent-Marke."

Berechnet nach dem Fantasieeinkaufskorb, welcher genau so schöngerechnet wird wie die Arbeitslosenzahlen, ja!

Die tatsächliche Inflation liegt WEIT höher und das bekommt jeder inzwischen zu spüren. Ich bin sehr gespannt wie lange sich dieses BRD und EU Lügenkonstrukt noch aufrechterhalten kann. Eines ist sicher...es wird sich irgendwann etwas entladen was lange lange Zeit als Überdruck noch schlummerte.

Account gelöscht!

12.06.2013, 09:47 Uhr

Obst und Gemüse kaufe ich täglich. So einen Laptop eher seltener. Ach, und tanken findet auch jede Woche statt. Ein Handy ist ein bißchen seltener dran. Aber Eier und Milch.
Das ist ja toll, daß die Inflation so klein ist. Irgendwie muß ich einen neuen Rechner kaufen - der ist ja auch billiger und im Warenkorb - hab doch immer Probleme am Monatsende. Scheint irgendwo ein Loch zu sein im Portemonnaie. Liegt wohl an mir.
Draghi sei Dank. Die tolle EZB-Politik ist einfach nur wunderbar. Das Gelddrucken bringt Wohlstand für alle! Bei solchen Leuten ganz oben braucht sich niemand Sorgen zu machen.
Und gut, daß Schäuble weiß, daß das BVerfG nur wirklich der falsche Adressat ist. Und die EZB - so haben unisono Schmidt, Schäuble und Merkel gesagt - bislang keine Fehler gemacht hat. Auf in eine "Schöne Neue Welt". Damit man dieses tolle Europa aushält, werden bald die Glücklichmachdrogen verteilt.

Tabu

12.06.2013, 10:37 Uhr

„Nahrungsmittel bestimmen zunehmend die Teuerungsrate“, schrieben die Statistiker.
---------
Nicht nur die Nahrung ist teurer.
Auch Strom und Mieten sind für viele unbezahlbar
geworden.
Das wird bestimmt die vielen Kleinrentner freuen,
die nach Jahren der Kürzung mit anschließender
Stagnation,nun im Westen mit 0,25% Prozent
abgespeist werden-
Unser betreut alimentierter Beamtenstadl,ist nicht
mehr finanzierbar,während anderen der Magen knurrt
uns seit Jahren,nirgend wohin mehr verreisen konnten,
geschweige denn sich kaum noch zum Zahnarzt trauen,wegen
der hohen Eigenbeteiligung.
Was stört sich der gemästete Beamte dran.
Was die verfetten Politikversager.
Schade das Rentner so brav sind und möglichst nicht
auffallen wollen,meist aus Scham.
Schade das die Jungen für sie nicht demonstrieren
gehen,die bis jetzt deren Ausbildung und ihr Studium
finanziert und sich abgespart haben.
Meine Oma wird diesen Monat 83.Und mir liegt viel
daran,das diese Alten,die Deutschland mit viel Fleiß und 48 Std.Woche aufgebaut haben,nicht immer wieder für den bevorzugten Griff der Politik in die Rentenkassen,
bestraft werden.
So oft kann man dieser Generation der 60 bis 80j.
garnicht Danke sagen,für all die Vorleistungen.
Stattdessen werden sie abgezockt,für alles mögliche.

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