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30.11.2016

22:40 Uhr

Internationaler Währungsfonds

Lagarde legt für Gerichtsverfahren eine Pause ein

Wegen eines Gerichtsverfahren um eine umstrittene Millionenzahlung aus ihrer Zeit als französische Finanzministerin nimmt Christine Lagarde Urlaub beim Weltwährungsfonds. Die Weltwirtschaft lasse sie aber nicht hängen.

Prozessauftakt

Millionen-Affäre: IWF-Chefin Lagarde vor Gericht

Prozessauftakt: Millionen-Affäre:  IWF-Chefin Lagarde vor Gericht

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Washington/ParisIWF-Chefin Christine Lagarde wird während des gegen sie angestrengten Strafprozesses offiziell Urlaub beim Weltwährungsfonds nehmen. Eine IWF-Sprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Informationen des französischen Magazins „L'Obs“.

Lagarde hatte dem Magazin auf die Frage, ob sie die Arbeit ruhen lassen werde, geantwortet: „Ja.“ Dann fügte die Französin hinzu: „Am Abend und in der Nacht werde ich meine E-Mails anschauen und auf dringende Dinge antworten.“ Man solle nicht denken, dass sie die Weltwirtschaft in der Luft hängen lassen werde. „Ich werde das tun, was ich tun würde, wenn ich in den Ferien wäre.“ Die Sprecherin fügte hinzu, dass während Lagardes Abwesenheit routinemäßig für eine Vertretungslösung beim IWF gesorgt sei.

Lagarde steht vom 12. Dezember an wegen einer umstrittenen Millionenzahlung aus ihrer Zeit als Finanzministerin in Frankreich vor Gericht. Ihr wird Fahrlässigkeit im Amt vorgeworfen. Lagarde hatte 2007 grünes Licht für ein Schiedsverfahren gegeben, das dem Geschäftsmann Bernard Tapie eine Entschädigung von 400 Millionen Euro zusprach. Der Schiedsspruch wurde inzwischen von der Justiz aufgehoben.

Von

dpa

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