Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.01.2004

17:10 Uhr

ISM-Service-Index überraschend gesunken

US-Dienstleistungssektor enttäuscht im Dezember

Das Wachstumstempo im US-Dienstleistungssektor hat sich im Dezember einer Umfrage zufolge verlangsamt. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) sank im vergangenen Monat auf 58,6 von 60,1 Punkten im November, signalisierte aber mit einem Stand von über 50 Zählern den neunten Monat in Folge eine expandierende Geschäftstätigkeit, wie das Institut am Dienstag mitteilte.

HB NEW YORK. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt dagegen mit einem Anstieg auf 61,3 Punkte gerechnet. In der US-Industrie sank außerdem im November der Auftragseingang nach einem deutlichen Anstieg im Oktober - jedoch im Rahmen der Erwartungen. Analysten werteten die ISM-Daten trotz des Index-Rückgangs als solide. Die US-Aktienmärkte bauten ihre Kursverluste als Reaktion auf die Konjunkturdaten aus.

Auf einen besseren Zustand der US-Industrie deutete allerdings der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe hin, der vergangene Woche veröffentlicht worden war. Demnach wuchs der Sektor im Dezember so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr. Analysten werteten die ISM-Service-Daten als Beleg für eine weiterhin intakte Wirtschaftserholung in den USA. Die Geschäftstätigkeit im Service-Sektor macht dort rund 80 Prozent der Wirtschaft aus. „Der Index war zwar etwas schwächer als erwartet, ist aber immer noch gut“, sagte Gary Thayer, Chef-Volkswirt von A.G. Edwards & Sons. Andere Analysten äußerten sich ähnlich. „Die Wirtschaft ist immer noch auf einem soliden Wachstumspfad“, sagte Dana Johnson von Banc One Capital Markets.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×