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01.10.2012

18:18 Uhr

ISM-Umfrage

US-Industrie weckt Hoffnungen auf Erholung

Laut ISM-Barometer kehrt die US-Industrie zum Wachstum zurück. Erstmals seit Mai steigt der Konjunktur-Index. Allerdings leidet die Branche unter schwachem Export, zeigt eine Markit-Umfrage. Auch Bauausgaben gehen zurück.

Baustelle: Vom US-Immobiliensektor kamen enttäuschende Daten. dpa

Baustelle: Vom US-Immobiliensektor kamen enttäuschende Daten.

New YorkDie US-Industrie hat im September überraschend zugelegt und so Hoffnung auf eine spürbare Erholung der gesamten Wirtschaft geschürt. Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg auf 51,5 von 49,6 Punkten, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag mitteilte. Damit kletterte das Barometer nach drei Monaten wieder über die Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Erstmals seit Mai stiegen die Neuaufträge wieder und die Beschäftigung legte zu. Experten hatten nur einen Mini-Anstieg auf 49,7 Punkte erwartet, warnten aber vor zu viel Euphorie. „Für eine Entwarnung ist es eindeutig zu früh. Die konjunkturelle Lage in den USA bleibt weiter angespannt“, sagte Bernd Hartmann von der Liechtensteiner VP Bank.

Einer anderen Umfrage zufolge wuchsen die Geschäfte der US-Industrie wegen schwächelnder Exporte allerdings so langsam wie seit drei Jahren nicht mehr. Der Markit-Einkaufsmanagerindex fiel um 0,4 auf 51,1 Punkte. Dämpfend wirkte die geringere Auslandsnachfrage nach Waren „Made in USA“. Die Exportaufträge fielen so stark wie seit elf Monaten nicht mehr, weil die Euro-Zone in der Rezession steckt und auch in Asien die Zeichen auf Abschwung stehen.

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Die US-Wirtschaft war Frühjahr mit einer Jahresrate von 1,3 Prozent gewachsen und hatte zum Jahresauftakt Tempo eingebüßt. Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson zufolge könnte sie auch im gerade beendeten dritten Quartal Fahrt verloren haben.

Vom Immobiliensektor kamen eher enttäuschende Daten: Die US-Bauausgaben fielen im August so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr. Sie schrumpften um 0,6 Prozent auf eine Jahresrate von 837,1 Milliarden Dollar, teilte das Handelsministerium in Washington mit. Das ist der größte Rückgang seit Juli 2011. Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet. Die privaten Investitionen in den Wohnungsbau legten um 0,9 Prozent zu, die in andere Gebäude fielen dagegen. Außerdem investierte die öffentliche Hand 0,8 Prozent weniger.

Das sind die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

Platz 1

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Schweden

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Platz 9

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Platz 10

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Quelle

IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Von

rtr

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