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28.08.2014

14:13 Uhr

Italien in der Rezession

Geschäftsklima Italiens kühlt weiter ab

Die Stimmung in Italien ist schlecht, noch schlechter als von Experten erwartet. Damit schrumpft die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone weiter, das Geschäftsklima verschlechtert sich den dritten Monat in Folge.

Gerät angesichts schlechter Zahlen aus der Wirtschaft zunehmend unter Druck: Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi. dpa

Gerät angesichts schlechter Zahlen aus der Wirtschaft zunehmend unter Druck: Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi.

RomNach dem Abrutschen in die Rezession winkt der italienischen Wirtschaft kein schnelles Comeback. Das Geschäftsklima in der Industrie kühlte sich im August den dritten Monat in Folge ab und ist nun so schlecht wie seit einem Jahr nicht mehr.

Das Barometer fiel um 3,4 auf 95,7 Zähler, die das Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Ökonomen hatten mit 99,3 Zählern gerechnet. Auch im Einzelhandel, im Bausektor und bei den Dienstleistern trübte sich die Stimmung ein.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone war zuletzt zwei Quartale in Folge geschrumpft. Damit steigt der Druck auf Ministerpräsident Matteo Renzi.

Die Arbeitslosigkeit ist nahe ihrem Rekordniveau, die Verbraucherstimmung schlecht wie seit Monaten nicht mehr.

Von

rtr

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