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19.04.2013

06:18 Uhr

IW-Chef bremst Euphorie

„Eine Konjunkturlokomotive sieht anders aus“

Die führenden Konjunkturforscher schauen optimistisch in die Zukunft, was IW-Chef Michael Hüther aufschreckt. Die Auftragsbücher seien lange nicht voll. Er warnt vor den Unsicherheiten der Staatsschuldenkrise.

Michael Hüther warnt vor übertriebenem Optimismus. dapd

Michael Hüther warnt vor übertriebenem Optimismus.

KölnTrotz des optimistischen Frühjahrsgutachtens der führenden Konjunkturforscher tritt der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, auf die Euphoriebremse. „Bisher verbessert sich zwar die Stimmung, aber die Auftragsbücher sind deshalb noch nicht voll“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Die Unsicherheiten durch die Staatsschuldenkrise böten nicht gerade das Umfeld für eine hohe wirtschaftliche Dynamik. Deutschland stehe zwar im Vergleich zum Rest Europas recht gut da. „Aber eine Konjunkturlokomotive unter Dampf sieht anders aus.“

Durch den Aufbau der Beschäftigung und den erwarteten Rückgang der Arbeitslosigkeit sieht Hüther allerdings eine Entlastung für Staatshaushalt und Sozialversicherungen. „Die Löhne werden zwar nicht in den Himmel wachsen, aber der Start der aktuellen Lohnrunde zeigt bereits, dass es reale Zuwächse geben wird“, fügte Hüther hinzu. Es komme automatisch zu einer Stabilisierung des Haushalts. „Für die Steuererhöhungsorgien, die SPD und Grüne vorschlagen, gibt es keinerlei plausible Begründung. Die Opposition sollte ihre Wahlprogramme überarbeiten.“

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Von

dpa

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

19.04.2013, 07:32 Uhr

jdcIch hätte meine Glaskugel doch nicht im Baumarkt kaufen sollen.Die zeigt nie Aufschwünge an.Irgendwas ist defekt an dem Ding.

twsan

19.04.2013, 07:40 Uhr

Frau Merkel und Herr Gabriel verteilen auf schriftliche Anfrage funktionsfähige Kristallkugeln.

Account gelöscht!

19.04.2013, 08:46 Uhr

Eine Kristallkugel muß das also sein.Aha!
Die haben mir eine einfache Glaskugel angedreht.

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