Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.07.2012

17:01 Uhr

IWF mahnt

Deutschland hängt an der Export-Nadel

Deutschland muss die Binnennachfrage ankurbeln, so das Urteil des Internationalen Währungsfonds. Denn die Bundesrepublik sei zu abhängig vom Export. Im Zweifelsfall könne das der Wirtschaft schaden.

Ein Container Terminal am Hamburger Hafen: Deutschland soll sich mehr auf die Inlandsnachfrage konzentrieren. dpa

Ein Container Terminal am Hamburger Hafen: Deutschland soll sich mehr auf die Inlandsnachfrage konzentrieren.

WashingtonDeutschland muss seine Wirtschaft nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) möglichst schnell aus der Abhängigkeit vom Rest der Welt befreien. Die derzeit „beachtliche“ ökonomische Lage in der Bundesrepublik stütze sich zu sehr auf den Export, sagte IWF-Volkswirt Subir Lall am Dienstag in Washington. Der derzeit gute wirtschaftliche Ausblick könne sich deutlich eintrüben, wenn die Konjunktur außerhalb deutscher Grenzen nachlasse, Ölpreise scharf anstiegen oder sich die Eurokrise verschärfe. Es müsse jetzt mehr getan werden, um die Nachfrage im Inland anzukurbeln.

Die Einschätzung stützt sich auf einen Besuch von IWF-Mitarbeitern in Deutschland von Ende April bis Anfang Mai, bei dem sie auch mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesbankchef Jens Weidmann sprachen. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht dazu mahnt der IWF strukturelle Reformen in der Bundesrepublik an, die „einen Übergang zum inländisch angetriebenen Wachstum“ ermöglichten. Dafür müsse der Arbeitsmarkt weiter gestärkt werden, Investitionen erleichtert und generell der Konsum noch mehr angekurbelt werden - auch durch Stimulusmaßnahmen.

Risiken sieht der Währungsfonds auch im deutschen Bankensektor, der wegen seines starken Engagements im Euroraum verletzlich sei. Insgesamt stellt Organisation den Deutschen aber ein gutes Zeugnis aus.

Von

dpa

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Ben-Wa

03.07.2012, 17:12 Uhr

In Deutschland gibt es nur eine Katastrophenhausse - Betongold, neue Küche und Bad. Vielleicht noch ein Auto.

Und Ihr meint, die Deutschen würden mehr Geld ausgeben, um die Konjunktur zu stärken? Lachhaft. Als nächstes folgt die Flucht des Kapitals aus dem Euro. Und dann ist der Ofen aus.

Skyjumper

03.07.2012, 17:42 Uhr

Aye-Aye, Sir Captain IWF.

Ich werde gleich loseilen und mir ein 3. Handy, den 4. Fernseher und eine neue Sofagarnitur kaufen. Ausserdem verspreche ich ab morgen doppelt soviel Lebensmittel zu kaufen und zu essen. Das hilft auch doppelt. Ich kurbel nicht nur den Umsatz im Supermarkt an, nein, mein Körper wird die folgende Fettleibigkeit mit erhöhten Ärzte- und Medikamentenbeadarf honorieren was sicher auch gut für die Konjunktur ist.

Liebe Politiker, lieber IWF. Ich weiß ja das ihr nichts anderes könnt, aber es äre wirklich langsam an der zeit zu erkennen, dass ein unendliches nachhaltiges Wirtschaftswachstum in einem endlichen System nicht zu haben ist.

e1226037

03.07.2012, 17:48 Uhr

Die Kapitalflucht ist ja dank .EU noch einfacher....
...freier kapitalverkehr...ohne Schranken.
...man durfte sehen, was da in Griechenland passiert.

und die Deutschen Privatvermögen haben sehr zugenommen....wenn .de etwas passiert, dann verschwindet auch dieses Kapital ins Ausland. In Kriesen ist sich jeder selbst der nächste..anstatt zusammenzuhalten.

die Exportnadel, was wird Merkel da machen? Einen Scheiß...die hofft ja darauf, dass wir immer mehr auf Export setzen..immer mehr...

Zitat, Deacon aus Waterworld:
"...ja, ich rede von Wachstum und Fortschritt...."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×