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18.04.2012

15:23 Uhr

IWF-Stabilitätsreport

Banken bleiben Schwachpunkt der Euro-Zone

VonMarkus Ziener

Der Internationale Währungsfonds stellt den Europäern zwar eine gute Note bei der Bekämpfung der Euro-Krise aus. Aber aus dem Bankensektor drohe nach wie vor große Gefahr für die Realwirtschaft.

Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds. dpa

Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds.

WashingtonDas entschlossenen Handeln der europäischen Politik hat die Finanzmärkte der Euro-Zone zwar entlastet. Doch bleibt der Druck auf die europäischen Banken auch weiterhin hoch. So rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) damit, dass sich die gesamte Bilanzsumme der EU-Banken bis Ende 2013 um 2,6 Billionen Dollar verringern könnte. Das entspräche rund sieben Prozent aller Aktiva. Ein Viertel dieser Reduzierung werde über geringere Ausleihungen geschehen, schreibt der Fonds in seinem am Mittwoch veröffentlichten neuesten Finanzstabilitätsbericht (GFSR).

Zudem wird erwartet, dass die Banken im großen Stil Wertpapiere und anderen Anlagen verkaufen. Treffen diese Annahmen ein, dann könnte sich das Kreditangebot in der Eurozone um 1,7 Prozent gegenüber dem aktuellen Volumen reduzieren. Der Fonds drängt deshalb auf eine klare Aufsicht, „um ernste Schäden für Preise, Kreditangebot und die Wirtschaftstätigkeit“ abzuwenden.

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Vor diesem Hintergrund müsse die europäische Politik auch weiterhin zügig an ihren Reformen und einer weiteren Vertiefung der Integration arbeiten. „Neuerliche Rückschläge müssen dringend vermieden werden“, heißt es in dem Bericht. Die Risiken lägen jetzt in den politischen Unwägbarkeiten, die sich bei der Umsetzung der Reformen ergeben könnten.

Kommentare (2)

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Pequod

18.04.2012, 17:04 Uhr

So kann sich Mario Draghi, bzw. der deutsche Steuer-
zahler, von seinen Billionen verabschieden. Sowas
nennt man eine Fehlinvestition in die falsche Branche
aus dem Mangel an Kenntnissen über wirtschaftliche
und finanzielle Zusammenhänge!!

Harald

18.04.2012, 17:38 Uhr

HÖRT ENDLICH AUF die Wirtschaft über den Menschen zu stellen! Die Wirtschaft muss uns dienen. Leider sollen wir aber den paar Wirtschafts- und Bankenbossen dienen. Und wenn ihr damit nicht aufhört werden bald Köpfe rollen! Garantiert!

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