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05.09.2013

02:37 Uhr

IWF warnt vor Risiken

Wachstum in Schwellenländern lässt weiter nach

Die Dynamik des Wachstums in der globalen Wirtschaft hat sich laut dem IWF verändert. In den großen Volkswirtschaften nehme das Wachstum wieder zu, in den Schwellenländern schwäche es sich ab - das berge Risiken.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt in einem Bericht vor einer Verlangsamung des Wachstums in den Schwellenländern. dpa

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt in einem Bericht vor einer Verlangsamung des Wachstums in den Schwellenländern.

WashingtonFür kommendes Jahr sei wieder mit einer Zunahme des weltweiten Wachstums zu rechnen. Angetrieben werde es vom Wachstum in den USA, wo die private Nachfrage wieder zunehme und der Wohnungsbau und der Arbeitsmarkt stärker würden. Auch Europa und Japan, die sich erholten, leisteten ihren Beitrag.

Mit dieser Einschätzung korrigiert sich der IWF selbst. Noch zu Beginn des Jahres hieß es, das weltweite Wachstum werde von Ländern wie China, Indien und Brasilien angetrieben. Jetzt stellt der IWF in einem Bericht für den zweitägigen G-20-Gipfel, der am Donnerstag in St. Petersburg beginnt, fest, dass diese Länder in den vergangenen Monaten am schwersten von der Warnung der US-Notenbank getroffen wurden, nicht mehr so viel Geld zur Stimulierung der Wirtschaft in den Markt zu pumpen.

Laut dem IWF hat das Wachstum in den Schwellenländern seit 2010 um 2,5 Prozentpunkte nachgelassen, wobei sich die Konjunktur am stärksten in Brasilien, China und Indien abkühlte. Dazu hätten auch sinkende Rohstoffpreise beigetragen. In jüngerer Zeit habe sich zudem negativ ausgewirkt, dass zunehmend Kapital aus den Schwellenländern abgezogen werde, da die Finanzmärkte mit dem erwarteten Ende der massiven Anleihenkäufe der US-Notenbank bessere Erträge in den USA erwarten. In Brasilien, Indien und der Türkei verlor die einheimische Währung dadurch deutlich an Wert.

Der IWF erwartet, getragen vor einer Erholung der Wirtschaft in den USA und Europa, weltweit ein leichtes Wachstum im kommenden Jahr, warnt aber vor bleibenden Risiken. Um das Ziel der G-20 eines "starken, nachhaltigen und ausgeglichenen Wachstums" zu erreichen, seien ambitioniertere Maßnahmen und verstärkte Kooperation notwendig, mahnte der IWF. Um Wachstum zu stärken und finanzielle Stabilität zu sichern, müssten die G-20-Staaten, zu denen auch mehrere Schwellenländer gehören, "verbreitete finanzielle, steuerliche und strukturelle Hindernisse" beseitigen, hieß es in dem Bericht.

Von

afp

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