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23.07.2012

15:55 Uhr

IZA-Studie

Radikalreform soll halbe Million Jobs bringen

Eine Radikalreform bei Steuern und Abgaben könnte einer aktuellen Studie zufolge eine halbe Million Jobs schaffen. IZA-Forscher wollen Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten und die Sozialversicherung reformieren.

Die Einkommensteuer könnte deutlich vereinfacht werden. dpa

Die Einkommensteuer könnte deutlich vereinfacht werden.

Bonn/BerlinEine tiefgreifende Reform des Steuer- und Abgabensystems könnte nach einer Untersuchung des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für eine halbe Million Menschen bringen. In ihrer am Montag im Internet veröffentlichten Studie schlagen die Wissenschaftler besonders die Überführung der beitragsfinanzierten Sozialversicherung in ein steuerfinanziertes Sozialsystem vor.

Der Reformvorschlag geht demnach davon aus, dass zusätzliches Arbeitsvolumen „nicht in erster Linie durch eine Ausweitung der pro Kopf gearbeiteten Stunden, sondern durch die Schaffung von zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten“ entsteht. Die Autoren der Untersuchung bezeichnen es als ein „Kernproblem“ der bislang diskutierten Reformvorschläge, dass bisher die Sozialversicherungsabgaben und deren Zusammenspiel mit der Einkommensteuer vernachlässigt worden seien. „Dadurch wurde ein großer Teil der Abgaben an den Staat bisher nicht berücksichtigt.“

Die IZA-Forscher Max Löffler, Hilmar Schneider, Andreas Peichl, Sebastian Siegloch und Nico Pesteler schlagen daher „ein integriertes Steuer- und Abgabensystem vor, das eine Steuerfinanzierung der Sozialsysteme beinhaltet“. Dabei soll die Einkommensteuer deutlich vereinfacht werden.

Die IZA-Forscher greifen in diesem Zusammenhang die Vorschläge des Ex-Verfassungsrichters Paul Kirchhof für eine drastische Vereinfachung des Steuersystems auf, gehen nach eigenen Angaben aber noch einen Schritt weiter „mit einer noch umfassenderen und breiteren Definition der steuerlichen Bemessungsgrundlage“.

Kommentare (5)

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M1ausB

23.07.2012, 16:42 Uhr

Mal ne Frage..Sozialversicherung heißt das nicht auch Krankenversicherung?Was wird dann mit der privaten KV ? Wäre es nicht auch mal überlegenswert Neugründungen ob Einzelunternehmer oder Firma für 3 Jahre abgabenfrei bzw. bis zu einem bestimmten Umsatz abgabenfrei zu führen ? Dann wird bei Erfolg nicht gleich alles vom Staat vereinahmt und es steigt die Quote der Eigenkapitalbildung was dann interessant für die Bank und weiterführende Kredite ist.

Logos21

23.07.2012, 19:00 Uhr

die Kuh ist noch nicht vom Eis !!!!!
und soll schon gemolken werden ?
Als Leistungsträger habe ich meine 70 Stunden -Woche inzwischen auf 35 Std reduziert
denn wozu oder für was soll ich immer alles anschieben und ins Lot bringen , für noch mehr Steuern ?
Aber wehe wenn dieser Leistungswille in ganz Deutschland abfällt !

Account gelöscht!

23.07.2012, 22:55 Uhr

Diese Reform bringt eine halbe Million mehr Jobs?? Sicher, aber nicht in Deutschland sonder in ....

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