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14.04.2011

14:59 Uhr

Jahresteuerung bis zu 5,4 Prozent

China droht neuer Inflations-Schub

Nachdem die Jahresteuerung im März nach Medienberichten auf bis zu 5,4 Prozent angestiegen ist, droht China ein neuer Inflationsschub. Seit Oktober hat die Zentralbank bereits vier Mal die Zinsen erhöht.

China droht ein neuer Inflationsschub. Quelle: Reuters

China droht ein neuer Inflationsschub.

PekingChina droht trotz seiner straffen Geldpolitik ein neuer Inflationsschub: Die Jahresteuerung stieg im März nach Medienberichten auf bis zu 5,4 Prozent. Das wäre der höchste Stand seit 32 Monaten. Die amtlichen Zahlen will die Regierung am Freitag bekanntgeben. Von Reuters befragte Experten rechneten zuletzt im Schnitt mit 5,2 Prozent. Um die Teuerung im Zaum zu halten, hat die Zentralbank hat seit Oktober bereits vier Mal die Zinsen erhöht.

Die Währungshüter haben jedoch noch mehr Mittel im Kampf gegen die Inflation in petto, wie das amtliche „China Securities Journal“ berichtet. Demnach wird die Zentralbank wahrscheinlich versuchen, die Kreditvergabe der Finanzinstitute durch eine weitere Verschärfung der Mindestreserveanforderungen zu zügeln. Sie hat diese wichtige Stellschraube dieses Jahr bereits drei Mal angezogen - zuletzt Mitte März. Die Banken müssen seither 20 Prozent ihrer Spareinlagen bei der Notenbank parken. Durch den Schritt entzieht die PBOC den Banken Geld zur Kreditvergabe und wirkt damit der Überhitzung der boomenden Wirtschaft entgegen.

Die schärferen Mindestreserveanforderungen haben bereits Wirkung gezeigt, wie Experten meinen. Ökonomin Liu Hongke von CCB International Securities in Peking verweist darauf, dass die Neukredite im ersten Quartal mit einer Gesamtsumme von 2,24 Billionen Yuan wie geplant rund 30 Prozent des von der Zentralbank angepeilten Jahresvolumens erreicht haben. Diese „Punktlandung“ zeige, dass die Zentralbank gute Arbeit leiste. Dennoch müsse sie bald nachlegen, um die Überschussliquidität aus dem Finanzsystem abzuschöpfen.   

China zieht wegen der Zinsdifferenz zu führenden Industrieländern verstärkt ausländisches Kapital an, womit die Zentralbank vor zusätzliche Probleme gestellt wird, wie das „China Securities Journal“ schrieb. Bei flexiblen Wechselkursen würde der Yuan deutlich an Wert gewinnen. Weil die chinesische Währung nach dem Willen der Regierung aber nur langsam zulegen darf, muss die Notenbank ständig Devisen am Weltmarkt zukaufen, um so eine rasche Aufwertung zu verhindern. Die Währungsreserven des Landes haben Ende März mit drei Billionen Dollar einen neuen Rekordstand erreicht.

Die anziehende Inflation bereitet der kommunistischen Führung in Peking zunehmend Kopfzerbrechen: Sie befürchtet soziale Unruhen, wenn die Lebenshaltungskosten aus dem Ruder laufen. Im Februar lag die Teuerung mit 4,9 Prozent auf dem Niveau vom Januar. Nun dürfte die Inflation jedoch weiter anziehen, weil viele Nahrungsmittel zuletzt mehr kosteten. Die Regierung strebt dieses Jahr eine Inflation von vier Prozent an.  

Auch die steigenden Preise am Wohnimmobilienmarkt gelten als Warnsignal für eine Überhitzung. Die Ratingagentur Moody's stufte den Ausblick für den Immobiliensektor nun auf negativ von stabil herunter. Die Bonitätswächter erwarten, dass sich die Kreditbedingungen für Projektentwickler in den kommenden anderthalb Jahren verschlechtern werden. Jüngst hatte Ministerpräsident Wen Jiabao darüber geklagt, dass die Häuserpreise in einigen Ballungsgebieten noch immer zu stark anziehen. Zugleich versicherte er, mit härteren staatlichen Maßnahmen gegen Spekulanten vorzugehen zu wollen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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tommyrasmussen

15.04.2011, 08:43 Uhr

Immer das Gleiche: ( Seit 1694-!!! )

Phase 1: Inflation - Geld ist Schuldenbasiert und entsteht (aus NICHT) dadurch, dass jemand (Privatpersonen, Firmen, Staten) ein Darlehen bei der Bank aufnimmt.

Phase 2: Die (private!!!) Zentralbank wird den Geldzufluss verringern.

Phase 3: Warten, bis die Leute genug verschuldet sind, um sie bankrott erklären zu lassen um wirkliche Werte für Pfennige zu beschlagnahmen, Geschäfte, Wohneigentum, Infrastruktur etc.

Diese Phasen wiederholen sich immer wieder je nach "Wirtschaftraum". So ist z.B. China in Phase 1 - sehr bald auch Japan - und USA und Europa in Phase 3.

Die Spareinlagen brauchen die Banken nur für "Eigenkapitalbedarf" ( = jetzt 4% nach dem privaten BIZ - Bank für Internationale Zahlungsverkehr - Basel lll Dekret ). Wenn man z.B. 4.000,- Euro auf dem Konto hat, darf der Bank 96.000,- Euro "Luftgeld" - als Kredit mit hohen Zinsen unter die Leute bringen, und dafür nur die Leitzins ( 1,25% in Euroraum - 0 bis 0.25% in USA ) an der Zentralbank bezahlen.

1862: Präsident Lincoln fängt an, den Gegenwert von §450,000,000 an Amerikanischer Währung zu drucken. Diese Banknoten sind auf der Rückseite in grüner Farbe gedruckt, um sie von den anderen Banknoten in Umlauf zu unterscheiden, und werden deshalb „Greenbacks" (Grüne Rückseite) genannt.

1865: Präsident Lincoln wird angeschossen, stirbt 2 Monate später an den Verletzungen.

1963: Am 4. Juni unterzeichnet Präsident John F. Kennedy (der 35ste Präsident der Vereinigten Staaten von 1961 – 1963) die Executive Order 11110, welche der Regierung der Vereinigten Staaten das Recht zurückgibt, Währung zu emittieren, ohne dass es durch die von Rothschild kontrollierte Federal Reserve gehen muss. Weniger als 6 Monate später am 22. November wird Präsident Kennedy ermordet.

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