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19.01.2011

11:39 Uhr

Jahreswirtschaftsbericht

Jobwunder forciert deutschen XXL-Aufschwung

Beschäftigungsentwicklung auf Rekordniveau, Wachstumsprognose kräftig angehoben, EU-Defizit-Grenzmarke wieder unterschritten: Besser kann es derzeit eigentlich nicht laufen für Deutschland und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Der FDP-Politiker stellte heute einen Jahreswirtschaftsbericht vor, der tatsächlich ein Anlass ist, in Jubelstimmung auszubrechen.

Euphorischer Minister: Rainer Brüderle. Reuters

Euphorischer Minister: Rainer Brüderle.

HB BERLIN. Die Bundesregierung rechnet angesichts eines weiterhin kräftigen Wachstums mit einem neuen Rekord-Beschäftigungsniveau in diesem Jahr in Deutschland. In ihrem am Mittwoch vorgestellten Wirtschaftsbericht mit dem Titel „Deutschland im Aufschwung - den Wohlstand von morgen sichern“ hebt die Regierung ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr kräftig um einen halben Prozentpunkt auf 2,3 Prozent an.

Auch im kommenden Jahr wird eine nur geringfügig schwächere wirtschaftliche Gesamtleistung von 1,8 Prozent erwartet. Diese Belebung werde die Beschäftigung weiter nach oben treiben, schätzt die Regierung die weitere Entwicklung ein. Nachdem schon 2010 mit 40,5 Millionen Menschen eine Rekord-Beschäftigung erreicht wurde, werde sich diese Zahl im laufenden Jahr noch einmal um rund 320 000 auf 40,8 Millionen erhöhen, heißt es in dem Bericht.

Bundeswirtschaftsminister Brüderle pocht angesichts der guten Konjunktur auf Steuersenkungen. „Ich bin zuversichtlich, dass uns eine steuerliche Entlastung noch in dieser Legislaturperiode gelingt“, sagte der FDP-Politiker bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts. Priorität habe aber zunächst die Konsolidierung des Staatshaushaltes. „Nachhaltiges Wachstum gibt es nur auf der Basis nachhaltiger öffentlicher Finanzen“, sagte Brüderle.

Gleichwohl geht Brüderle davon aus, dass der Aufschwung sich fortsetzt. Die deutsche Wirtschaft habe 2010 das Comeback des Jahres hingelegt: „Mit einem Rekordwachstum von 3,6 Prozent hat uns die Wirtschaft aus dem Konjunkturkeller katapultiert“, sagte Brüderle. Auch 2011 werde ein gutes Jahr. Der Aufschwung habe zwei stabile Standbeine: Export und Binnennachfrage. Letztere werde das Wachstum zu über drei Vierteln stützen. Brüderle betonte, Deutschlands Wohlstand hänge entscheidend vom Euro ab. „Die Währungsunion muss künftig für den Extremfall staatlicher Liquiditäts- und Solvenzkrisen gerüstet sein.“

„Der wirtschaftliche Aufschwung ist insbesondere ein Beschäftigungsaufschwung“, schreibt die Bundesregierung. Das werde dazu führen, dass die Arbeitslosenquote 2011 auf durchschnittlich sieben Prozent nach 7,7 Prozent im Vorjahr absinkt - das wären 2,94 Millionen Arbeitslose im Durchschnitt des laufenden Jahres. Auch das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nehme so stark wie seit Anfang des Jahrzehnts nicht mehr zu. Die privaten Konsumausgaben würden daher nach einem noch kleinen Plus von 0,3 Prozent im laufenden Jahr um 1,6 Prozent zulegen. Sie würden damit maßgeblich zum Wachstum beitragen. Die Binnennachfrage werde zum Wachstumstreiber.

Kommentare (6)

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aruba

19.01.2011, 13:03 Uhr

Guten Tag,....ich versuchte die Superlative die Sie in diesem Artikel benutzen zu zaehlen;.... habe aber bei etwa 30 aufgegeben und RTL2 eingeschaltet. Das Niveau ist das gleiche. Sie taeten sich selbst einen Gefallen etwas objektiver und realistischer an die Sache heran zu treten. Glauben Sie nicht auch dass manch ein ehrbarer Arbeiter am Monatsende gerne mal etwas mehr im Portemonnaie . Dieser dauernde vorauseilende Gehorsam ist ermuedend. Seien Sie mir nicht boese;... aber es ist so. besten Dank

Morchel

19.01.2011, 13:22 Uhr

Sie haben null Charakter dises geseiere diese Lügen, alle in Arbeit na super, wie bei Erich wo ist der nur hin.
Wie finanziert sich das Hb ?

Supermann in gelb! Hoffentlich pinkelt der nich jegen den Wind?

19.01.2011, 13:50 Uhr

F (Fast) D (Drei) P (Prozent)

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