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11.02.2014

16:01 Uhr

Jahreswirtschaftsbericht

Regierung erhöht Wachstumsprognose für 2014

Die Bundesregierung rechnet mit einem kräftigen Wachstumsschub. Außerdem sieht sie eine Zunahme der Beschäftigtenzahlen. Der Arbeitsmarkt sei derzeit aufnahmefähig wie selten zuvor.

Die Arbeitslosenquote dürfte auf 6,8 Prozent fallen. dpa

Die Arbeitslosenquote dürfte auf 6,8 Prozent fallen.

Die Bundesregierung rechnet für dieses und nächstes Jahr mit einem spürbaren Wirtschaftsaufschwung. Das geht aus dem neuen Jahreswirtschaftsbericht hervor, den das Kabinett am Mittwoch verabschieden will. Demnach will die Regierung ihre Wachstumsprognose für 2014 von bisher 1,7 Prozent leicht auf 1,8 Prozent anheben. Die Exporte sollen unterdessen mit 4,1 Prozent deutlich stärker zulegen. Zudem rechnet die Regierung bei den Beschäftigtenzahlen mit einer Zunahme um etwa 240.000 Personen auf einen neuen Rekordwert von 42,1 Millionen.

„Als zentrale Annahme wird bei der Projektion unterstellt, dass der Finanzsektor stabil bleibt und es insbesondere im Euro-Raum zu keinen negativen Entwicklungen kommt, in deren Folge die Verunsicherung der Marktteilnehmer wieder markant steigt“, heißt es in dem Entwurf des Berichts. „Das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegt damit voraussichtlich abermals deutlich über dem Durchschnitt des Euro-Raums.“ 2013 war die Konjunktur hierzulande nur um 0,4 Prozent angezogen.

Der Konsum wird dabei ein wichtiger Faktor bleiben. 2015 soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,0 Prozent zulegen. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will dafür sorgen, dass durch zusätzliche Investitionen von Staat und Wirtschaft das Wachstum angekurbelt wird. Davon profitiere der Jobmarkt. Die Arbeitslosenquote dürfte auf 6,8 Prozent fallen, nachdem es 2013 im Schnitt 6,9 Prozent waren. „Der Arbeitsmarkt ist derzeit aufnahmefähig wie selten zuvor.“

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Viele Experten sind bei ihrer Wachstumsprognose zuversichtlicher als die Bundesregierung. So rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag ebenso wie der Bundesverband der Deutschen Industrie mit einer Rate von rund zwei Prozent im laufenden Jahr. Sie sehen aber erhebliche Unsicherheiten wegen der wirtschafts- und energiepolitischen Pläne der Regierung. Das Wachstumspotenzial im Zeitraum bis 2018 wird im Entwurf auf durchschnittlich eineinhalb Prozent pro Jahr beziffert.

Die Bundesregierung fordert zudem eine weitere Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. Ziel sei es, den Weg immer neuer Schulden zu stoppen. Bis 2017 soll der Schuldenstand von derzeit rund 80 Prozent der Wirtschaftsleistung auf unter 70 Prozent sinken. In zehn Jahren sollen es dann rund 60 Prozent sein, wie Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zuletzt in einem Zeitungsinterview erklärt hatte. Die EU-Obergrenze liegt bei 60 Prozent, wird aber von vielen Ländern überschritten.

Kommentare (15)

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Iprah

11.02.2014, 16:24 Uhr

2013 BIP der USA 16,7 Milliarden, nicht einmal ein viertel des Vermögens des reichsten Menschen der Welt, hier müsste Natürlich Billionen stehen.

werner

11.02.2014, 16:29 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

11.02.2014, 16:35 Uhr

Das wird wahrscheinlich genauso eintreffen, wie die Einhaltung des Defizits in Frankreich

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