Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.11.2013

19:55 Uhr

Janet Yellen

Designierte Fed-Chefin bleibt bei lockerer Geldpolitik

Die designierte Fed-Chefin Janet Yellen blickt voraus und meint: Die Anleihenkäufe der US-Notenbank gehen weiter – auch wenn die Zielmarken für Inflationsrate und Arbeitslosenquote durchbrochen werden.

Janet Yellen. Nach dem Willen von Obama soll sie die Nachfolge von Fed-Chef Ben Bernanke antreten. ap

Janet Yellen. Nach dem Willen von Obama soll sie die Nachfolge von Fed-Chef Ben Bernanke antreten.

WashingtonDie US-Geldpolitik wird nach den Worten der designierten Fed-Chefin Janet Yellen noch für längere Zeit sehr locker bleiben. Dies wäre auch der Fall, wenn die Zielmarken für Inflationsrate und Arbeitslosenquote durchbrochen würden, schrieb Yellen in einem Brief an die demokratische Senatorin Elizabeth Warren.

Yellen soll nach dem Willen von US-Präsident Barack Obama Nachfolgerin von Fed-Chef Ben Bernanke werden. In der vergangenen Woche stand sie dafür dem Bankenausschusses des Senates Rede und Antwort. Auf Fragen, wie lange die Zentralbank ihre Wertpapierkäufe fortsetzen werde, antwortete sie, dass das Programm nicht ewig laufen könne. Yellen reagierte nun auf eine schriftliche eingereichte Frage Warrens.

Quantitative Lockerung in den USA

Konzept

In der Finanzkrise hat die Fed die Zinsen auf 0 bis 0,25 Prozent gesenkt. Da sie damit an ihre Grenze stößt, ist sie dazu übergegangen Anleihen und Vermögenswerte zu kaufen.

Ziel

Mit dem Leitzins kann die Fed vor allem die kurzfristigen Zinsen beeinflussen. Wichtiger für Investitionen sind jedoch die langfristigen Zinsen. Durch Anleihekäufe will die Fed diese drücken.

QE I

Der damalige Fed-Chef Bernanke kündigt im März 2009 an, dass die US-Notenbank Anleihen und Wertpapiere im Volumen von einer Billion US-Dollar kauft.

QE II

Im November 2010 legt die Fed ein zweites Programm auf. Bis zum zweiten Quartal 2011 will sie für weitere 600 Milliarden US-Dollar US-Staatsanleihen kaufen.

Operation Twist

Im September 2011 entschließt sich die Fed, kurzläufige Staatsanleihen (bis drei Jahre Laufzeit) im Volumen von 400 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Im Gegenzug will sie das Geld in langläufige Staatsanleihen investieren.

QE III

Im September 2012 beschließt die Fed ein drittes Anleihekaufprogramm. Pro Monat will sie für 40 Milliarden US-Dollar Staatsanleihen kaufen. Im Dezember 2012 erhöht sie den Wert auf 85 Milliarden US-Dollar.

Tapering

Inzwischen hat die neue Fed-Chefin Janet Yellen damit begonnen, das monatliche Volumen der Anleihekäufe herunterzufahren. Am 29. Oktober hat sie beschlossen, die Anleihekäufe auf Null zu senken..

Die Zentralbank kauft jeden Monat Staatsanleihen und Hypothekenpapiere für 85 Milliarden Dollar, um die Finanzierungskosten für Unternehmen und Privatleute zu senken. So soll die Wirtschaft unterstützt werden. Die Währungshüter kommen das nächste Mal am 17. und 18. Dezember zusammen.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Seismograph

19.11.2013, 20:41 Uhr

Vielleicht kann sich Das HB langsam mal von der absolut duemmlichen Vokabel "Waehrungshueter" verabschieden, denn das ist doch der wirklich bescheuertste Begriff fuer die "Waehrungspanscher"!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×