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20.08.2014

09:45 Uhr

Japan

Exporte steigen erstmals seit drei Monaten

Erstmals seit drei Monaten verzeichnet die japanische Wirtschaft ein Plus von 3,9 Prozent bei Exporten. Experten erhoffen sich durch die steigenden Exportzahlen einen Ausgleich zur schwache Binnenkonjunktur des Landes.

Die japanische vor einem Containerterminal in der Hauptstadt Tokio: Die Exportzahlen geben Grund zur Hoffnung. dpa

Die japanische vor einem Containerterminal in der Hauptstadt Tokio: Die Exportzahlen geben Grund zur Hoffnung.

TokioDie japanischen Exporte haben im Juli erstmals seit drei Monaten wieder zugelegt. Sie stiegen um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, gab das Finanzministerium in Tokio am Mittwoch bekannt. Das Ergebnis fiel damit etwas besser aus als von Ökonomen erwartet. Im Juni hatte es noch einen Rückgang von 1,9 Prozent gegeben. Die Nachfrage nach dem Exportschlager Autos legte demnach vor allem in Europa zu. Mit dem besseren Auslandsgeschäft steigen die Chancen, dass die nach USA und China drittgrößte Volkswirtschaft im dritten Quartal wieder wächst.

Im Frühjahr war sie mit einer Jahresrate von 6,8 Prozent unerwartet stark eingebrochen, weil Verbraucher viele Anschaffungen wegen der höheren Mehrwertsteuer vorgezogen hatten.

Eckpunkte der neuen japanischen Geldpolitik

Festes Inflationsziel

Die Bank von Japan legt sich fest: Innerhalb von zwei Jahren wird sie eine Inflationsrate von zwei Prozent erreichen.

Verdoppelung der Geldbasis

Die Geldbasis soll von jetzt 138 Billionen Yen auf 270 Billionen Yen im Jahr 2014 steigen. Umgerechnet geht es um eine Steigerung von 1,05 Billionen Euro auf 2,05 Billionen Euro.

Kauf von Staatsanleihen

Die Bank von Japan will 77 Prozent des frischen Zentralbankgelds in Staatsanleihen mit langer Laufzeit investieren. Die durchschnittliche Laufzeit ihrer Staatsanleihen soll von drei auf sieben Jahre steigen.

Dauer der Maßnahmen

Die Zentralbank legt sich darauf fest, so lange an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, bis sie ihr Inflationsziel erreicht hat.

Aussetzung des Banknoten-Prinzips

Die Bank von Japan setzt zeitweilig das Banknoten-Prinzip außer Kraft, wonach sie nicht den Wert der im Umlauf befindlichen Banknoten überschreiten darf.

„Die Nachfrage von außen könnte die schwache Binnenkonjunktur ausgleichen“, sagte der Chefvolkswirt des Norinchukin Research Instituts, Takeshi Minami. "Allerdings dürfte sich das Exportwachstum nicht mehr stark beschleunigen, da Europa schwächelt, was wiederum auf Japans große asiatische Exportmärkte wie China durchschlägt."

Von

rtr

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