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17.08.2015

10:35 Uhr

Japans Wirtschaft schrumpft

Sinkende Konsumausgaben, schwächelnder Export

Schlechtes Wetter und geringe Lohnerhöhungen haben die Kauflaune der Japaner gedämpft. Auch im Ausland sind japanische Produkte weniger gefragt. Die japanische Wirtschaft schrumpft und setzt die Regierung unter Druck.

Die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten versucht mit der ausgabenorientierten Politik „Abenomics“ die Wirtschaft anzukurbeln. dpa

Shinzo Abe

Die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten versucht mit der ausgabenorientierten Politik „Abenomics“ die Wirtschaft anzukurbeln.

TokioSinkende Konsumausgaben und ein schwächelnder Export setzen der japanischen Wirtschaft zu: Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt schrumpfte im zurückliegenden Quartal von April bis Juni um 0,4 Prozent, wie die japanische Statistikbehörde am Montag mitteilte.

Nach Angaben von Analysten dämpften schlechtes Wetter und nur geringe Lohnerhöhungen die Kauflaune der Japaner. Zudem sei die Nachfrage nach japanischen Produkten in China und den USA enttäuschend gewesen. In den ersten drei Monaten des Jahres war die japanische Wirtschaft nach neuen Berechnungen noch um 1,1 Prozent gewachsen.

Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts ist ein Rückschlag für die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, der seit mehr als zwei Jahren mit der nach ihm benannten, ausgabenorientierten Regierungspolitik „Abenomics“ versucht, die Wirtschaft anzukurbeln.

Derzeit wird in Japan über eine weitere Lockerung der Geldpolitik spekuliert. Im Juli hatte die Zentralbank des Landes die Wachstumsaussichten für dieses Jahr nach unten geschraubt. Sie rechnet für 2015 nur noch mit einem Wachstum von 1,7 Prozent, zuvor war sie noch von einem Zuwachs um zwei Prozent ausgegangen.

Von

afp

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