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28.06.2012

09:58 Uhr

Juni-Zahlen

Deutscher Arbeitsmarkt schwächelt

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni gesunken. Aber es gibt erste Anzeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt wieder unter Druck geraten könnte.

Der Arbeitsmarkt steht so gut da wie lange nicht. Aber es gibt erste Anzeichen für eine Abschwächung. dpa

Der Arbeitsmarkt steht so gut da wie lange nicht. Aber es gibt erste Anzeichen für eine Abschwächung.

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni erneut nicht so stark gesunken wie für die Jahreszeit üblich. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren in diesem Monat 2,809 Millionen Erwerbslose registriert, wie die Behörde am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Das seien 46.000 weniger als im Mai und 84.000 weniger als im Juni vorigen Jahres. Die Arbeitslosenquote betrug 6,6 Prozent. "Auf dem deutschen Arbeitsmarkt gibt es im Juni Anzeichen einer schwächeren Entwicklung", erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Die Zahl der arbeitslosen Menschen sei weniger stark gesunken als im Juni üblich, und die Nachfrage nach Arbeitskräften habe nachgegeben. Saisonbereinigt stieg die Erwerbslosenzahl im Monatsvergleich um 7000 Arbeitslose.

Wer bekommt wie viel?

Oberarzt

5 202 Euro - Beamter, 48 Jahre, A15, Stufe 6

Professor

4 230 Euro - Beamter, W2, wohnhaft in Hessen, aktueller Stand

Polizeimeisterin

2 329 Euro - Beamte, 29 Jahre, A7

Unteroffizier

1 937 Euro - Beamter, 26 Jahre, einfacher Dienst, A5, Stufe 3

Arzt

4 281 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, tätig an einem Universitätsklinkum, 34 Jahre, mit Berufserfahrung

Lehrer

3 537 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, an einem Gymnasium tätig, 32 Jahre, mit Berufserfahrung

Krankenschwester

2 426 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 27 Jahre, mit Berufserfahrung

Müllerwerkerin

2 093 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 45 Jahre, mit Berufserfahrung

Die Reaktionen von Ökonomen fielen ähnlich aus. "Der Aufschwung am Arbeitsmarkt gerät ins Stocken, sagte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. Im zweiten Quartal sei die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl jeden Monat gestiegen. "Hier spielt womöglich die Schlecker-Pleite eine Rolle. Der Arbeitsmarkt kippt zwar nicht, stagniert aber."

Auch Bernd Hartmann von der VP Bank fürchtet eine Abschwächung des Arbeitsmarktes. "Die Situation am deutschen Arbeitsmarkt widerspiegelt die derzeit freundliche Konjunkturlage. Die wirtschaftlichen Aussichten trüben sich jedoch zunehmend ein, was nicht zuletzt die schwächer tendierenden Vorlaufindikatoren bestätigen," sagte er. Deutschland könne sich der Wachstumsschwäche in der Eurozone nicht gänzlich entziehen. "Die Hoffnungen auf eine Abkopplung der deutschen Wirtschaft dürften bald der Realität weichen, wenn auch die deutsche Konjunktur spürbar an Dynamik verliert."

Arbeitsmarkt: Das Glas ist halbvoll

Video: Arbeitsmarkt: Das Glas ist halbvoll

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Von

rtr

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

28.06.2012, 11:01 Uhr

"An die Redaktion. "

Warum. werden nie die Personen, welche sich gerade in einer Umschulung befinden oder Hartz IV beziehen, bei den Arbeitslosen dazu gerechnet.

Sind die etwa NICHT arbeitslos ?

Warum wird darüber nicht berichtet ?

Vielen Dank


MBoudik

28.06.2012, 11:07 Uhr

Bitte vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen:

Ein Beamter der der Gruppe A15, Stufe 6 verheiratet, ein Kind, Lohnsteuerklasse 1 (Frau nicht im öffentl. Dienst, keine Freibeträge):

Brutto 5.329,-- Euro,

Netto 3.919,--

(keine Abzüge für Renten.- und Arbeitslosenversicherung).

Zu erwartende Pension:

netto 3400,-- nach 35 Dienstjahren...

Account gelöscht!

28.06.2012, 11:10 Uhr

Nun ist es auch für Statistiker nicht mehr von der Hand zu weisen dass deutsche Industrie und wirtschaftspolitische Alleingänge tatsächlich Arbeitsplätze Kosten .
Der Industriestandort Deutschland exportiert sich selber , in Länder die Keine Börsensteuer ,Ticketsteuer ,EE abgaben und steuern und abgaben , Auflagen und vorschriften die ein vernünftiges wirtschaften wie in Deutschland unmöglich machen, haben.

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