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17.07.2014

12:02 Uhr

Kaum Preisanstieg

Inflation bleibt bei 0,5 Prozent

Vor allem niedrige Preise für Lebensmittel und Konsumgüter halten die Inflation im Euroraum im Keller. Das von der EZB angepeilte Ziel von zwei Prozent Teuerung ist in weiter Ferne – die Zentralbank scheint ohnmächtig.

Billig, billig, billig: Der Preiskampf im Lebensmittelbereich ist ein Grund für die geringe Inflationsrate. dpa

Billig, billig, billig: Der Preiskampf im Lebensmittelbereich ist ein Grund für die geringe Inflationsrate.

BrüsselDie Inflation in der Euro-Zone bleibt ungewöhnlich niedrig. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni zum zweiten Mal in Folge nur um 0,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Damit liegt die Teuerungsrate weiter klar unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese spricht nur bei Werten von knapp zwei Prozent von stabilen Preisen. Sie hat deshalb im Juni ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,15 Prozent gedrückt und erstmals einen Strafzins für Banken eingeführt, die Geld lieber bei ihr parken als es per Kredit an Firmen weiterzugeben.

Gedämpft wurde die Inflation vor allem von den Nahrungsmittelpreisen. Lebensmittel, Alkohol und Tabak verbilligten sich um durchschnittlich 0,2 Prozent. Energie verteuerte sich minimal um 0,1 Prozent. Dienstleistungen - von Nettokaltmieten bis Haareschneiden - kosteten dagegen 1,3 Prozent mehr als im Juni 2013.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

18.07.2014, 12:33 Uhr

Das Bild zum Artikel kann man wohl als zynisch bezeichnen.

Jeder, der mit Haushaltsgeld der Familie umzugehen hat, weiss, dass solche Meldungen der EZB zu knicken sind. Um die 0,5 % Inflation nachzuweisen, wäre ein Einkaufskorb mit alten Videorecordern oder alten PCs oder Handy sachlich richtig.

Wenn eine EZB vorgibt, Inflation bekämpfen zu wollen und so ihre Null-Zins-Politik zu erklären versucht, dann kann dahinter nur eines stecken, die Preise für ausgediente Videorecorder, PCs und Handys wieder etwas "aufzumotzen".

Mit einer seriösen Finanzpolitik, wie wir dies von der Deutschen Bundesbank vor deren Entmachtung durch unsere deutschen Politiker kannten, hat dies alles nichts mehr zu tun.

Wenn es in Deutschland eine Elite gibt, wo ist sie?
Soll sie sich tatsächlich in einer Person, Herrn Prof. Sinn erschöpfen?
Sind die restlichen nichts anderes als eine Schafherde, die einem Leitschaf "alternativlos" nachlaufen und in dessen Gesang einstimmen? "Määh, määh!"

Mehr fällt den Schafen auch nicht ein. Es wäre auch von den folgenden Schafen zuviel verlangt, sich einen eigenen, anderen Text einfallen zu lassen.
;-)

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