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30.05.2011

16:50 Uhr

Kommentar

Bloß keine Party!

Unter drei Millionen Arbeitslose im Mai - wenn sich diese Zahl bewahrheitet, ist das hübsch, aber noch kein Grund zum Feiern.

Ein Arbeitsvermittler in Frankfurt wirbt für offene Stellen. Quelle: ap

Ein Arbeitsvermittler in Frankfurt wirbt für offene Stellen.

Der Rückgang der Arbeitslosen liegt daran, dass es Deutschland konjunkturell gut geht. Der Aufschwung hat einige Ursachen. Eine davon ist ein Euro, der so billig ist, dass er für die deutsche Industrie zum Exporturbo geworden ist. Schuld am billigen Euro ist eine Europäische Zentralbank, der mit Blick auf die Schuldenländer der Eurozone die Hände gebunden sind. Sie kann die Zinsen kaum anheben, will sie nicht riskieren, dass sich die Situation in Griechenland und Co. weiter verschärft. So paradox es also klingt: Unsere niedrigen Arbeitslosenzahlen verdanken wir ein Stück weit der griechischen Tragödie.

Jetzt kommt es allerdings darauf an, diese Tragödie nicht ins Deutsche zu übersetzen. Die Griechen haben im vergangenen Jahrzehnt die Löhne explodieren lassen, soziale Wohltaten verteilt und bei den Steuereinnahmen beide Augen zugedrückt. Nichts davon kann ein Rezept für Deutschland sein. In Griechenland war Party, jetzt herrscht Katzenjammer. Wollen wir uns den Kaatzenjammer sparen, lassen wir die Party heute besser schon einmal ausfallen.

Von

oli

Kommentare (4)

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Goldmund

30.05.2011, 17:34 Uhr

Der Euro ist keineswegs billig im Vergleich zum Dollar. Party machen seit Jahren die Vorstände der großen Konzerne und die Bankster auf Kosten der Allgemeinheit. Nur durch die Lohndrückerei und die Einführung des Euro sind die Konzerngewinne und die Vorstandsgehälter explodiert. Einfach die Lohnentwicklung des "gemeinen" Arbeitnehmers mit der Lohnentwicklung des "oberen" Managements vergleichen. Feiern und Abkassieren ohne Risiko. Der deutsche Steuerzahlermichel wird die Zeche schon zahlen. Wie lange sollen wir uns von den Medien, Politikern und der Wirtschaft noch belügen lassen? Protest jetzt!

huz100

31.05.2011, 12:51 Uhr

Mal wieder der übliche Kommentar. Ich frage mich bloß, warum die Firmen in der Schweiz ein höheres Gehalt zahlen (z. B. Krankenschwester zw. CHF 5000 und 6000 im Monat) und trotzdem nicht pleite gehen!?

Solidarisch

30.06.2011, 06:54 Uhr

Wie lange wollt ihr dierse widerwärtige Lüge, die eh keiner glaubt no am Leben erhalten?

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