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21.04.2011

10:51 Uhr

Kommentar

Die Konjunktur kehrt zur Normalität zurück

VonDorit Marschall

Was das Münchener Ifo-Institut heute veröffentlicht hat, ist alles andere als überraschend. Und es ist alles andere als beunruhigend. Es ist schlicht und ergreifend eine Normalisierung eingetreten. Und das ist gut so.

Dorit Heß ist Redakteurin im Konjunkturteam des Handelsblatts. Quelle: Pablo Castagnola

Dorit Heß ist Redakteurin im Konjunkturteam des Handelsblatts.

Der Frühindikator, der auf einer Umfrage unter Unternehmen fußt und damit besonders glaubwürdig ist, stieg in den vergangenen Monaten derart häufig, dass ein Rückgang lange überfällig war. Bereits im September hatten erfahrene Volkswirte geschrieben, der Indikator habe seinen Gipfel erreicht. Sie wurden eines Besseren belehrt. Die Unternehmen hatten ein tiefes Vertrauen in den Wirtschaftsaufschwung, das sie zum Ausdruck brachten.

Diesmal sind die Erwartungen der Prognostiker erfüllt worden: Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 110,6 Punkte gerechnet. Und tatsächlich sank der Index auf 110,4 Zähler und damit das zweite Mal in Folge. Das ist nach dem Einkaufsmanagerindex bereits der zweite vielbeachtete Frühindikator, der in dieser Woche sinkt.

Und trotzdem: Die deutsche Wirtschaft bleibt weiter gut in Schuss. Das lässt sich vor allem an dem weiterhin hohen Niveau der Barometer ablesen. Wenn trotz der politischen Unruhen in Afrika, trotz der Katastrophe in Japan, trotz des Ölpreises und trotz der Euro-Schuldenkrise die Unternehmen weiter von Rekord zu Rekord jagten, wäre das ein ungutes Zeichen gewesen. Weil es die Glaubwürdigkeit der Umfrage in Zweifel gezogen hätte. So aber zeigt sie vor allem eines: Die deutsche Wirtschaft kann durch schwierige Fahrwasser steuern und lässt sich von sehr ernstzunehmenden Risiken nicht verunsichern. Dass sie nicht länger nur vom Export abhängt, sondern die Binnenwirtschaft an Stärke gewinnt, hilft ihr dabei ungemein.

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