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25.01.2007

15:47 Uhr

Nun sind die Vorboten einer kleinen Konjunkturdelle also da. Zwei Stimmungsindikatoren, der wichtige Ifo-Geschäftsklimaindex und das GfK-Konsumklima, haben sich im Januar verschlechtert und kündigen ein schwächeres erstes Quartal an. Grund zur Ernüchterung oder gar zur Sorge, dass damit das Ende des Wirtschaftsaufschwungs eingeläutet sein könnte, geben diese Umfrageergebnisse allerdings kaum.

Dass Unternehmen und Verbraucher die größte Steuererhöhung in der deutschen Geschichte völlig regungslos hinnehmen würden, konnte schließlich nicht erwartet werden. Es bleibt also Gelassenheit angesagt. Denn die Bundesrepublik hat 2006 das stärkste wirtschaftliche Jahr seit dem Aufschwung des Jahres 2000 erlebt. Insofern dürfte die jetzige Schwächephase relativ leicht zu verkraften sein.

Wie stark das Selbstbewusstsein von Unternehmen und Verbrauchern gegenwärtig ist, zeigen ihre Zukunftseinschätzungen. Auch hier wird offenbar nur mit einer kurzen Konjunkturdelle gerechnet: Die Geschäftsaussichten der Firmen haben sich zu Jahresbeginn nochmals verbessert.

Auch die Verbraucher haben zurzeit großes Vertrauen in die Konjunktur, was sich letztlich auch auf ihre Ausgabenfreude auswirken könnte. Dies vor allem dann, wenn sich die günstige Entwicklung weiterhin auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt. Die Einkommenserwartungen sind jedenfalls höher als im Vormonat.

Ob sich diese Erwartungen nun für möglichst viele erfüllen, dürfte von der Weitsicht aller an der diesjährigen Tarifrunde Beteiligten abhängen. Möglichst viele Unternehmen durch moderate Abschlüsse zu dauerhaften Einstellungen zu bewegen und damit dauerhaft konsumkräftige Verbraucher zu gewinnen muss das Ziel sein.

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