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28.12.2015

16:14 Uhr

Konjunktur Asien

Japans Wirtschaft kommt ins Stocken

Japans Wirtschaft schwächelt. Die Industrieproduktion sinkt, der Umsatz im Einzelhandel schrumpft. Ein Grund ist die mangelnde Nachfrage in Schwellenländern. Experten rechnen allerdings bald mit frischen Impulsen.

Japans Wirtschaft schwächelt. Im November sank die Industrieproduktion erstmals seit drei Monaten wieder ab. dpa

Wirtschaft in Japan

Japans Wirtschaft schwächelt. Im November sank die Industrieproduktion erstmals seit drei Monaten wieder ab.

TokioDie Wirtschaftserholung in Japan stockt. Im November sank die Industrieproduktion erstmals seit drei Monaten wieder, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des Handelsministeriums hervorging. Sie schwächte sich um ein Prozent ab.

Auch der Umsatz des Einzelhandels schrumpfte um ein Prozent und damit stärker als erwartet. Die schwachen Zahlen schürten Zweifel an der Einschätzung der Notenbank, dass bessere Exporte und ein stärkerer Konsum das Wachstum ankurbeln und die Teuerungsrate in Richtung der gewünschten Marke von zwei Prozent schieben.

Japan macht unter anderem die schwächelnde Nachfrage in Schwellenländern zu schaffen. Allerdings wird für Anfang des nächsten Jahres mit frischen Impulsen gerechnet, wenn Autohersteller neue Modelle auf den Markt bringen.

„Es besteht das Risiko, dass der Konsum träge bleibt und verhindert, dass das Wirtschaftswachstum anzieht“, sagte der Chefökonom des Forschungsinstituts Norinchukin Research, Takeshi Minami. In den Sommermonaten war die drittgrößte Volkswirtschaft hinter den USA und China nur knapp einer Rezession entgangen.

Japan

Hauptstadt

Tokio

Staatsform

Parlamentarische Erbmonarchie

Regierungssystem

Parlamentarische Demokratie

Staatsoberhaupt und Regierungschef

Staatsoberhaupt: Kaiser Akihito

Regierungschef: Shinzo Abe

Bevölkerung

127,3 Millionen Einwohner (Stand 2013)

Bruttoinlandsprodukt

BIP: 4.901.532 Millionen US-Dollar

BIP pro Kopf: 38.492,09 US-Dollar (Stand 2013)
Quelle: Weltbank

Fürs laufende Quartal wird lediglich mit einem leichten Wachstum gerechnet. Einige Experten befürchten wegen der schwachen Verbraucherausgaben, dass die Wirtschaft auch schrumpfen könnte.

Um dies zu verhindern, will die Regierung im neuen Haushaltsjahr ab Anfang April 2016 so viel ausgeben, wie nie zuvor. Die Notenbank hat bereits angedeutet, die Geldpolitik zu locken, sollten weitere Risiken für die Wirtschaftserholung auftreten.

Zu einer ersten Nachjustierung kam es bereits Mitte Dezember kurz nach der Zinswende in den USA.

Von

rtr

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