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28.03.2012

14:26 Uhr

Konjunktur

Britische Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet

Im Schlussquartal 2011 ist die britische Wirtschaft deutlich geschrumpft. Im Vergleich zum Vorquartal sank das BIP um 0,3 Prozent. Auch die Bevölkerung spürt die Finanzkrise bereits im eigenen Geldbeutel.

Eine Demonstration gegen den Sparkurs der Regierung in London. Reuters

Eine Demonstration gegen den Sparkurs der Regierung in London.

LondonDie britische Wirtschaft hat es Ende 2011 noch härter erwischt als befürchtet: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte zwischen Oktober und Dezember um 0,3 Prozent zum Vorquartal und damit so stark wie zuletzt vor einem Jahr, teilte das nationale Statistikamt ONS am Mittwoch nach endgültigen Berechnungen mit. Bisher hatten die Statistiker ein Minus von 0,2 Prozent veranschlagt.

Im Gesamtjahr 2011 legte die Wirtschaft im Vereinigten Königreich nur um 0,7 Prozent zu. In Deutschland reichte es trotz eines ähnlich großen Dämpfers im Schlussquartal noch zu drei Prozent Wachstum. Fachleute reagierten eher nüchtern auf die revidierten Daten: „Der Blick in den Rückspiegel ist ein bisschen eingetrübter, aber das Bild für dieses Jahr ändert sich nicht wirklich“, sagte Brian Hilliard, Analyst der Societe Generale.

Seine Kollegin Vicky Redwood von Capital Economics hält im ersten Quartal wieder ein Wachstum für möglich. „Dennoch gibt es immer noch genug Gründe daran zu zweifeln, dass die Erholung das Tempo von zuletzt halten kann.“ Die unabhängige britische Haushaltsbehörde OBR erwartet 2012 in Wachstum von 0,8 Prozent.

Die Briten spüren die Finanz- und Schuldenkrise sowie den harten Sparkurs der Regierung zunehmend im eigenen Geldbeutel. Das real verfügbare Einkommen der privaten Haushalte fiel 2011 um 1,2 Prozent und damit so stark wie seit 1977 nicht mehr.

Von

rtr

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