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19.05.2014

13:10 Uhr

Konjunktur

Bundesbank erwartet geringes Wachstum im Frühjahr

Die deutsche Wirtschaft kann ihr Wachstumstempo vom Jahresstart im Frühjahr wohl nicht halten. Trotzdem bleibt sie nach Überzeugung der Bundesbank auf Kurs. Allerdings verspiele die Politik auch Chancen.

Das Wirtschaftswachstum ist zwar schwächer, aber es dürfe nicht als ein Rückgang des konjunkturellen Grundtempos interpretiert werden. dpa

Das Wirtschaftswachstum ist zwar schwächer, aber es dürfe nicht als ein Rückgang des konjunkturellen Grundtempos interpretiert werden.

FrankfurtNach dem kräftigen Aufschwung zum Jahresbeginn rechnet die Deutsche Bundesbank im Frühjahr nur mit einem verhaltenen Wirtschaftswachstum in Deutschland. „Da der positive Witterungseffekt des ersten Quartals rein rechnerisch eine Dämpfung der saisonbereinigten Verlaufsrate im zweiten Quartal bewirkt, wird der BIP-Zuwachs im Frühjahr saison- und kalenderbereinigt wohl vergleichsweise gering ausfallen“, schreibt die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht für den Mai.

Dies dürfe jedoch nicht als ein Rückgang des konjunkturellen Grundtempos interpretiert werden. Im ersten Quartal war die deutsche Wirtschaft um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen. Getragen von der starken Inlandsnachfrage wird sich der Aufwärtstrend nach Überzeugung der Bundesbank fortsetzen.

Aus dem Ausland erwarten die Experten hingegen nur verhaltene Impulse. Zudem ist aus Sicht der Bundesbank das Potenzial für Störungen von außen angesichts der wirtschaftlichen Risiken in einigen Schwellenländern und der erheblichen geopolitischen Unwägbarkeiten in Osteuropa zuletzt merklich gestiegen.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Gleichzeitig kritisierte die Bundesbank die Haushaltspolitik der Bundesregierung. Die finanzpolitische Ausrichtung sei „keinesfalls ambitioniert“. Denn die große Koalition habe den Ausgabenkurs spürbar gelockert. Vor allem höhere geplante Ausgaben für Renten stünden im Widerspruch zur bisher in Deutschland und anderen Ländern verfolgten Politik, die Folgen des demografischen Wandels abzumildern.

Die Bundesregierung plant gegenwärtig die Einführung der sogenannten Rente mit 63 und der Mütterrente. Die Bundesbank betont: „Angesichts der erwarteten günstigen und störungsfreien gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der weiterhin hohen Staatsverschuldung und der absehbaren demografischen Belastungen der Staatshaushalte wären ambitioniertere Ziele für den Finanzierungssaldo durchaus empfehlenswert.“

Von

dpa

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