Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.04.2013

11:06 Uhr

Konjunktur

China nimmt langsam wieder Fahrt auf

Die Industrie der Volksrepublik wächst so stark wie seit elf Monaten nicht mehr - vor allem dank der Binnennachfrage. Allerdings bleibt das Wachstum damit immer noch hinter den Prognosen der Experten zurück.

Chinesische Autos für den Export am Hafen von Liangyungang. Reuters

Chinesische Autos für den Export am Hafen von Liangyungang.

PekingDie chinesische Industrie ist im März so stark gewachsen wie seit elf Monaten nicht mehr. Der entsprechende Einkaufsmanager-Index legte um 0,8 Zähler auf 50,9 Punkte zu, wie die nationale Statistik-Behörde am Montag mitteilte. Werte oberhalb der 50-Prozent-Schwelle stehen für Wachstum. Verbessert hat sich die Lage unter anderem in der Auto-, Elektronik- und Maschinenbaubranche. Allerdings hatten von Reuters befragte Analysten mit noch besseren Daten und einem Anstieg auf 52,0 Punkte gerechnet. Der steigende Index geht vor allem auf eine stärkere Binnennachfrage zurück.

Selbstbewusste Prognose: Chinas Wirtschaftsleistung verdoppelt sich bis 2020

Selbstbewusste Prognose

China will das BIP verdoppeln

2020 will China die weltgrößte Volkswirtschaft sein und damit die USA verdrängen.

Der Einkaufsmanager-Index der Großbank HSBC kletterte vergangenen Monat zudem auf 51,6 Punkte. Im Februar waren es 50,4 Zähler. Er lag damit in etwa auf dem Niveau, das in einer vorläufigen Veröffentlichung bereits angezeigt worden war. Die HSBC-Umfrage konzentriert sich auf kleinere private Fabriken, während die Statistik-Behörde in ihren Daten vor allem die Lage bei großen Staatsbetrieben auswertet.

Der HSBC-Chefvolkswirt für China, Hongbin Qu, schrieb, die anhaltende Nachfrage aus dem Inland werde die Wirtschaft auch in den kommenden Monaten stützen, allerdings werde das Wachstum keine Sprünge machen. Ähnlich äußerten sich die Ökonomen der Bank ANZ: Die Daten stabilisierten sich, es gebe es aber noch Gegenwind, hieß es. So sei die Lage insgesamt fragil. Sollte die Notenbank eine restriktivere Geldpolitik fahren, könne das Wachstum schnell ins Stocken geraten.

Getragen wird die Erholung im Reich der Mitte neben der Binnennachfrage vor allem von milliardenschweren Investitionen in die Infrastruktur. 2012 war das Wachstum allerdings auf ein 13-Jahres-Tief gefallen, weil der Export der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt abbröckelte.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×