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18.10.2013

07:44 Uhr

Konjunktur

Chinas Wachstum kommt wieder in Schwung

Die Konjunkturlokomotive China bekommt wieder Dampf unter den Kessel. Die krisengeplagten Europäer und Amerikaner können aufatmen. Aber China allein dürfte als Zugpferd für die Weltwirtschaft nicht reichen.

Noch steht Chinas Wirtschaft vor grundlegenden Reformen. Schattenbanken und die gewaltigen Schuldenberge der Kommunen und Provinzen sind drängende Probleme. Die Welt sollte sich nicht allein auf China stützen. dpa

Noch steht Chinas Wirtschaft vor grundlegenden Reformen. Schattenbanken und die gewaltigen Schuldenberge der Kommunen und Provinzen sind drängende Probleme. Die Welt sollte sich nicht allein auf China stützen.

PekingWelt-Wachstumstreiber China nimmt wieder Fahrt auf. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt legte nach sechs langsameren Monaten im dritten Quartal 2013 wieder um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt am Freitag in Peking berichtete. Im Vorquartal hatte das Wachstum bei 7,5 Prozent gelegen. Experten hatten einen Anstieg in der Größenordnung erwartet.

Die krisengeplagten Europäer und Amerikaner hoffen auf China als Impulsgeber für die Weltwirtschaft. Seit Jahresanfang konnte Chinas Wirtschaft um 7,7 Prozent zulegen, und liegt damit etwas über dem Wachstumsziel der Regierung von 7,5 Prozent. Doch wurde das Ziel immer schon sehr vorsichtig gesetzt und sonst meist um ein oder zwei Prozent deutlich übertroffen. Alles Zahlen, von denen die EU-Länder und die USA nur träumen können, die für ein Schwellenland wie China aber nicht besonders hoch sind.

Noch steht Chinas Wirtschaft vor grundlegenden Reformen, meint Professor Sun Lijian von der Fudan Universität in Shanghai. Schattenbanken und die gewaltigen Schuldenberge der Kommunen und Provinzen seien drängende Probleme. „Die Welt kann sich nicht nur auf China stützen“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler der Nachrichtenagentur dpa. Nur Europa, die USA, China und Japan zusammen könnten die Weltwirtschaft treiben. „Wenn ein Land ein Problem hat, haben alle ein Problem.“

Ministerpräsident Li Keqiang hatte diese Woche betont, die Wirtschaft sei auf dem richtigen Weg, und das Jahresziel werde erreicht. Die Regierung werde Strukturreformen weiter vorantreiben, um Chinas Wirtschaft auf den Pfad für ein langfristig ausgewogenes Wachstum zu bringen, zitierte ihn die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Allerdings ist noch unklar, ob Chinas Wirtschaft auch im vierten Quartal weiter so stark zulegen kann. Im September waren die Exportzahlen überraschen stark zurückgegangen. Die geringe Nachfrage nach Produkten „Made in China“ könnte auf Probleme die Industrie hindeuten. Andere Wirtschaftszahlen für September waren jedoch auf dem Niveau der Analystenerwartungen: Die Industrieproduktion legte um 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Zudem konnte das Statistikamt ein Plus von 13,3 Prozent bei den Einzelhandelsumsätzen verzeichnen.

Für den Aufschwung im dritten Quartal scheint zum Teil ein kleines Konjunkturpaket der Zentralregierung verantwortlich. Peking hatte zuletzt mit Eisenbahn- und anderen Bauprojekten wieder mehr Geld in die Wirtschaft gepumpt. Die Bank of America sprach von einem „Mini-Stimuluspaket“. Im vergangenen Jahr war das Jahreswachstum auf 7,7 Prozent gefallen - dem niedrigsten Stand seit 1999.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Knecht21

18.10.2013, 10:04 Uhr

Deutsche Hartz-IV-Sklaven und Billiglöhner profitieren in keiner Weise vom chinesischen Aufschwung. Wohl aber einige privilegierte Günstlinge in der deutschen Industrie und in der staatlichen Verwaltung.

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