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13.04.2016

08:57 Uhr

Konjunktur

Chinesische Exporte steigen wieder

Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Flaute: Die Exporte in China steigen wieder – und zwar so kräftig wie seit einem Jahr nicht mehr. Doch Experten warnen vor Euphorie.

Der erste Anstieg der chinesischen Exporte seit einem dreiviertel Jahr nährt die Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Flaute in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. dpa

Chinas Exporte steigen wieder

Der erste Anstieg der chinesischen Exporte seit einem dreiviertel Jahr nährt die Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Flaute in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Peking/ShanghaiDer erste Anstieg der chinesischen Exporte seit einem dreiviertel Jahr nährt die Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Flaute in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die Ausfuhren wuchsen im März um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Statistik der Zollbehörde hervorgeht. Das war das kräftigste Wachstum seit mehr als einem Jahr. Es fiel fast fünfmal so stark aus wie von Ökonomen erwartet. Im Februar waren die Exporte noch um ein Viertel eingebrochen.

Experten warnen aber vor Euphorie: Das positive Ergebnis sei auch Ergebnis von Sondereffekten wie dem schwachen Vergleichswert im Vorjahresmonat und daher nicht notwendigerweise ein Signal für eine steigende Nachfrage auf den Weltmärkten. „Der chinesische Außenhandel dürfte sich weiter verbessern“, sagte Analyst Wang Tie Sho von Industrial Securities. „Aber die Erholung dürfte nicht dramatisch ausfallen, sind doch die Entwicklungen in wichtigen Märkten nicht besonders gut.“ So senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr auf 32 Prozent und für 2017 auf 3,5 Prozent - unter anderem wegen eines schwächeren Anstiegs der Wirtschaftsleistung in den USA und in der Euro-Zone. Beide Regionen sind für Exportweltmeister China von enormer Bedeutung.

Zahlen und Fakten zu China

Bevölkerung

China ist mit 1,37 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Fläche

Auf einer Fläche von rund 9,5 Millionen Quadratkilometern ist China in 22 Provinzen und fünf Autonome Regionen gegliedert.

Sonderverwaltungszonen

Dazu kommen die beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Reichs der Mitte ist Peking. Dort allein leben mehr als 20 Millionen Menschen – und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Han und Minderheiten

Die große Mehrheit der Bevölkerung sind Han-Chinesen (91,6 Prozent), dazu kommen 55 Minderheiten.

Religion

Rund ein Fünftel der Bevölkerung hängt Volksreligionen an, dazu kommen sechs Prozent Buddhisten und 2,4 Prozent Muslime.

Stadt und Land

Mit 749 Millionen Menschen lebt die Mehrheit der Bürger (55 Prozent) in Städten.

Dass eine Belebung noch nicht in trockenen Tüchern ist, belegen auch die sinkenden Importe Chinas. Diese schrumpften im März um 7,6 Prozent. Das signalisiert eine nach wie vor schleppende Binnennachfrage, auch wenn der Rückgang nicht so stark ausfiel wie von den meisten Beobachtern befürchtet.

Die Regierung peilt für 2016 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes zwischen 6,5 und 7,0 Prozent an. 2015 hatte die Wirtschaft mit 6,9 Prozent so langsam zugelegt wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Die Regierung will mit staatlichen Investitionen, einer Steuerreform und einer lockeren Geldpolitik für Impulse sorgen.

Von

rtr

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