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08.03.2013

12:56 Uhr

Konjunktur

Deutsche Produktion stagniert im Januar

Stagnation zu Jahresbeginn: Die deutsche Industrieproduktion ist im Januar auf dem Niveau des Vormonats geblieben. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs gerechnet – auch die Auftragslage ist enttäuschend.

Die Produktion in Deutschland ist im Januar stagniert. dpa

Die Produktion in Deutschland ist im Januar stagniert.

BerlinDie Produktion deutscher Industrieunternehmen stagnierte zum Jahresbeginn. Wie das Wirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mitteilte, blieb die Gesamtproduktion des Verarbeitenden Gewerbes von Dezember auf Januar unverändert. Das Ergebnis lag unter den Erwartungen von Bankvolkswirten, die im Schnitt mit einer Ausweitung um 0,4 Prozent gerechnet hatten. Allerdings wurde der Zuwachs vom Dezember angehoben: Er fällt mit 0,6 Prozent nun doppelt so stark aus wie zunächst ermittelt.

Gestützt wurde die jüngste Entwicklung durch das Baugewerbe, wo die Produktion kräftig um 3,0 Prozent zulegte. Deutlich rückläufig war indes der Ausstoß im Energiesektor, er sank um 2,3 Prozent. Die Industrieproduktion fiel leicht um 0,2 Prozent. In diesem Sektor gab die Produktion der wichtigen Investitionsgüter deutlich um 1,5 Prozent nach, während 1,6 Prozent mehr Konsumgüter und 0,6 Prozent mehr Vorleistungsgüter hergestellt wurden.

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Das Ministerium gab sich verhalten optimistisch: „Die Industrieproduktion bleibt zwar durch die gegenwärtig zurückhaltende Bestelltätigkeit vorbelastet.“ Neue Auftragszahlen hatten am Donnerstag stark enttäuscht. Die Neuaufträge waren zu Jahresbeginn deutlich gefallen, was Zweifel an dem erwarteten Aufschwung der deutschen Konjunktur im ersten Quartal weckte. „Die sich seit Monaten aufhellenden Stimmungsindikatoren künden aber eine anstehende Erholung an“, relativierte das Ministerium.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) zeigt der Trend leicht nach oben. In dieser Betrachtung stieg die Gesamtproduktion um 0,3 Prozent. Im Jahresvergleich fiel sie jedoch in dieser Rechnung um 0,8 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Brasil

08.03.2013, 13:37 Uhr

Na HB, hat sich da einer eurer Leute vielleicht vertan, ist doch sicherlich nicht politisch korrekt was ihr da schreibt und wir erwarten dass da schon eine Korrektur unterwegs ist.
Es ist ja auch voellig klar, dass alles bestens ist, wenn man die Artikel bei HB in den letzten Monaten verfolgte, so kann diese negative Meldung doch nur eine Falschmeldung sein!
Alles bestens in Deutschland, die Produktion laeuft auf Hochtouren in allen Bereichen, die Leute haben extrem viel Liquiditaet und stecken diese in einen nie dagewesenen Konsum! Der Export klettert von einem Hoehepunkt zum Naechsten!
Die Inflatiopn ist vernachlaessigbar gering, also in allen Bereichen gruene Dauerwelle im Extrem!
Was soll also dieser Pessimismus?

Gast

08.03.2013, 13:54 Uhr

Die Konjunktur-Indikatoren müssten sich mittlerweile in der Realwirtschaft wiederfinden. Keine Spur. Die Stabilisierung des Euro hilft einfach nicht über eine Rezession in großen Teilen Europas hinweg. Die Bauwirtschaft in Deutschland profitiert lediglich von der Spekulation auf das Beton-Gold.

zappenduster

08.03.2013, 14:58 Uhr

Hallo HB,
in den letzten Woche gab es doch nur Artikel daß 2013 der nächste Boom kommt. Was ist jetzt los, ich bin schockiert, LOL.

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