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04.12.2015

13:59 Uhr

Konjunktur

Deutschland bleibt auf Wachstumskurs

Konsumfreudige Bürger kurbeln die deutsche Konjunktur weiter an, die Bundesbank geht von einem Wachstum von bis zu 1,8 Prozent aus. Die Prognose für die Preisentwicklung kassierten die Volkswirte hingegen.

Große Konsumfreude kurbelt die Konjunktur in Deutschland weiter an. dpa

Wirtschaft auf Wachstumskurs

Große Konsumfreude kurbelt die Konjunktur in Deutschland weiter an.

FrankfurtDie Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft dank einer starken Nachfrage im Inland ungebremst auf Wachstumskurs. Im laufenden Jahr dürfte die Konjunktur demnach um 1,7 Prozent und im kommenden Jahr um 1,8 Prozent zulegen, teilte die deutsche Notenbank am Freitag mit. Diese Prognosen unterscheiden sich nicht von denen im Juni. Für das Jahr 2017 rechnen die Bundesbank-Volkswirte mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 Prozent. Bisher wurden 1,5 Prozent erwartet.

Nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann wird das Wachstum vor allem von einer starke Nachfrage im Inland getragen. „Treibende Faktoren sind hierbei die günstige Arbeitsmarktlage und die kräftigen Zuwächse der realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte.“ Das Auslandsgeschäft der Firmen leide hingegen unter einer schwachen Nachfrage aus den Schwellenländern. Weidmann zufolge wird die gute Grundverfassung der deutschen Wirtschaft aber in den nächsten beiden Jahren noch mehr zum Tragen kommen.

Fünf Gründe für Deutschlands Aufschwung

Starker Konsum

Weil Sparen sich wegen der Mini-Zinsen nicht lohnt, tragen die Verbraucher ihr Geld in die Geschäfte oder reisen viel. Löhne und Gehälter steigen zudem weiter kräftig.

Billiges Öl

Der Rückgang der Rohölpreise um nahezu die Hälfte seit dem Sommer 2014 entlastet Unternehmen und Verbraucher. Dies wirkt wie ein kostenloses Konjunkturprogramm.

Schwacher Euro

Die Exporteure jubeln, weil der im Verhältnis zum US-Dollar extrem schwache Euro Ausfuhren außerhalb des Euroraums günstiger macht.

Boom in den USA

Die US-Wirtschaft brummt – und die Amerikaner schätzen Waren „made in Germany“, gerade Luxusautos und Maschinen.

Job-Motor

Auf dem Arbeitsmarkt jagt ein Beschäftigungsrekord den nächsten. Bald dürften über 43 Millionen Deutsche erwerbstätig sein – das gibt Sicherheit und stützt den Aufschwung.

Ihre Prognose für die Preisentwicklung nahm die Notenbank wegen der weiter gesunkenen Ölpreise erneut zurück. Die Bundesbank-Volkswirte erwarten aber, dass der dämpfende Einfluss mehr und mehr nachlassen wird. Dann würden sich steigende Kosten im Inland stärker auf die Preise auswirken. In diesem Jahr erwartet die Bundesbank nun gemessen am "Harmonisierten Verbraucherpreisindex" (HVPI) eine Inflation von 0,2 (bisher: 0,5) Prozent. Für das kommende Jahr würden 1,1 (1,8) und für 2017 dann 2,0 (2,2) Prozent Inflation erwartet.

Von

rtr

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