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24.11.2016

09:10 Uhr

Konjunktur Deutschland

Sinkende Exporte schwächen Wirtschaft

Das Brexit-Votum der Briten führte zu sinkenden Exporten und schwächelnden Investitionen. Das hat wiederum das deutsche Wachstum halbiert. Viele Experten sind dennoch im Hinblick auf das Schlussquartal optimistischer.

Das Votum hat sich stark auf die deutsche Wirtschaft ausgewirkt. Reuters

Brexit

Das Votum hat sich stark auf die deutsche Wirtschaft ausgewirkt.

BerlinSinkende Exporte und schwächelnde Investitionen nach dem Brexit-Votum haben das deutsche Wachstum im dritten Quartal halbiert. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Juli und September um 0,2 Prozent zum Vorquartal, bestätigte das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine frühere Schätzung. Im Frühjahr waren es noch 0,4 Prozent, zu Jahresbeginn sogar 0,7 Prozent. "Das deutsche Wirtschaftswachstum verliert leicht an Schwung", betonten die Statistiker.

Dafür sorgten zum einen die Exporte von Waren und Dienstleistungen, die angesichts der schwächelnden Weltkonjunktur um 0,4 Prozent abnahmen. Zum anderen steckten die Unternehmen wegen unsicherer Absatzperspektiven und der Verunsicherung nach dem Brexit-Votum der Briten 0,6 Prozent weniger Geld in Maschinen, Fahrzeuge und andere Investitionsgüter. Für Gebäude wurden hingegen 0,3 Prozent mehr ausgegeben. Gerettet wurde der Aufschwung von kauffreudigen Verbrauchern, die ihre Konsumausgaben um 0,4 Prozent steigerten.

So geht's der Wirtschaft in der Euro-Zone

Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum in Europa hat sich zur Jahresmitte abgeschwächt. Im zweiten Quartal legte die Wirtschaftsleistung in den 19 Ländern der Währungsunion lediglich um 0,3 zu, nachdem sie in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 noch um 0,6 Prozent gestiegen war. In der gesamten Europäischen Union wuchs die Wirtschaft um 0,4 Prozent.

Analysten zufolge könnte das Brexit-Votum im Laufe des Jahres das Wirtschaftswachstum weiter dämpfen.

Verbraucherpreise

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Juli minimal angestiegen. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in den 19 Staaten der Währungsunion um 0,2 Prozent. Im Juni waren sie um 0,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im April und im Mai zurückgegangen waren. Vor allem die sinkenden Energiepreise dämpfen den Preisanstieg weiterhin. Sie gingen im Juli um 6,6 Prozent zurück.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit in Europa ist im Juni stabil geblieben. Sie blieb im Juni mit 10,1 Prozent in der Eurozone und 8,6 Prozent in der gesamten Europäischen Union auf dem Niveau des Vormonats, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnete demnach Griechenland nach letzten verfügbaren Angaben im April mit 23,3 Prozent. Dagegen lag die deutsche Erwerbslosigkeit nach den europäischen Berechnungen im Juni bei 4,2 Prozent.

Inflation

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Juli minimal angestiegen. Wie die Statistikbehörde Eurostat nach einer ersten Schätzung mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in den 19 Staaten der Währungsunion um 0,2 Prozent. Im Juni waren sie um 0,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im April und im Mai zurückgegangen waren. Vor allem die sinkenden Energiepreise dämpfen den Preisanstieg weiterhin. Sie gingen im Juli um 6,6 Prozent zurück.

Rekordbeschäftigung, höhere Löhne und geringe Inflation heben derzeit die Kauflaune. Der Staatskonsum legte sogar um 1,0 Prozent zu - vor allem wegen der Ausgaben für Verpflegung und Unterbringung von Flüchtlingen.

Viele Experten rechnen für das Schlussquartal mit mehr Wachstum. Das Markit-Institut hält ein Plus von 0,5 Prozent für möglich. Für 2016 insgesamt rechnet die Bundesregierung mit 1,8 Prozent Wachstum, das sich 2017 auf 1,4 Prozent abschwächen dürfte.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

24.11.2016, 12:18 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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