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17.09.2014

14:09 Uhr

Konjunktur

DIW erwartet weniger Wachstum in Deutschland

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr weniger wachsen wird als bisher angenommen. Auch die Weltkonjunktur entwickelt sich nur verhalten.

Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. dpa

Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

BerlinDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Konjunkturprognosen wegen der Flaute in Europa gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland werde in diesem Jahr nur um 1,5 Prozent statt der bislang erwarteten 1,8 Prozent wachsen, teilte das Berliner Institut am Mittwoch mit. Für 2015 wurde die Zahl auf 1,8 von 2,0 Prozent zurückgenommen. „Auch Deutschland ist vor Rückschlägen nicht gefeit“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. „Die Risiken sind enorm, denn die Konjunktur im Euro-Raum läuft nach wie vor schleppend.“ Ziehe sie nicht bald stärker an oder spitze sich die Krise sogar wieder zu, „wird sich Deutschland dem nicht entziehen können“. In die Währungsunion gehen etwa 37 Prozent der deutschen Exporte.

Auch die Weltkonjunktur entwickele sich nur verhalten, erklärte das DIW. Hinzu komme die Unsicherheit aufgrund der Ukraine-Krise, die Exporte und Investitionen dämpfe. Fundament der deutschen Konjunktur bleibe die Konsumnachfrage, die sich auf eine anhaltend gute Arbeitsmarktlage und kräftige Lohnsteigerungen stützen könne. Auch die Realeinkommen steigen merklich, sagt das Institut voraus.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Von

rtr

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