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03.10.2011

10:24 Uhr

Konjunktur

Euro-Zone auf direktem Weg in die Rezession

Europa steuert ungebremst auf eine Wirtschaftskrise zu. Die Industrie im Euro-Raum schrumpfte im September so stark wie seit August 2009 nicht mehr. Die Unternehmen spüren bereits Gegenwind - auch in Deutschland.

Container am Burchardkai im Hamburger Hafen: Die deutsche Wirtschaft wächst kaum noch. dpa

Container am Burchardkai im Hamburger Hafen: Die deutsche Wirtschaft wächst kaum noch.

BerlinDer Industrie im Euro-Raum ist so stark geschrumpft wie zuletzt im August 2009. Die Betriebe erlitten beim Neugeschäft und bei den Auslandsaufträgen die größten Einbußen seit mehr als zwei Jahren, wie am Montag aus einer Markit-Umfrage unter rund 3000 Unternehmen hervorgeht. „Angesichts schwacher Binnen- und rückläufiger Exportnachfrage steckt die Eurozone-Industrie in der tiefsten Krise seit zwei Jahren“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex fiel zum August um 0,5 auf 48,5 Punkte und liegt damit weiter unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Nur in Deutschland hielt sich das Barometer über dieser Marke - wenn auch mit 50,3 Punkten nur knapp. In Frankreich ging es weiter bergab, in Italien verlangsamte sich die Talfahrt nur wenig. Schlusslicht bleibt Griechenland.

Während das Neugeschäft aus dem In- und Ausland schwächelte, schrumpften auch die Auftragspolster so stark wie seit Juli 2009 nicht mehr. Etwas Entlastung spürten die Betriebe an der Preisfront. „Im Zuge der Abkühlung der Industriekonjunktur hat auch der Preisdruck - nach den hohen Steigerungsraten bei Einkaufs- und Verkaufspreisen zum Jahresbeginn - auf breiter Front nachgelassen“, sagte Williamson. „Vor dem Hintergrund der schwachen Nachfrage räumen mittlerweile immer mehr Firmen und deren Lieferanten Preisnachlässe ein.“

Der Beschäftigungsaufbau im Euro-Raum verlor erneut an Tempo und fiel insgesamt so schwach aus wie zuletzt vor 15 Monaten.

Auch die deutsche Industrie wächst kaum noch. Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland hielt sich zwar knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, markierte aber den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Das Minus war sogar so hoch wie seit Juni 2009 nicht mehr. „Der September-PMI ist ein weiteres Warnsignal, dass sich die deutsche Industrie der Stagnation annähert“, sagte Markit-Ökonom Chris Williamson.

Bei den Auslandsbestellungen mussten die Firmen das größte Minus seit Mitte 2009 hinnehmen. Weniger gefragt auf den Weltmärkten waren die Produkte aller drei Hauptbereiche der deutschen Industrie. Der Vorleistungsgüterbereich vermeldete den stärksten Rückgang bei den Exportorders.

Die lange Zeit erfolgsverwöhnte Stahlbranche spürt bereits Gegenwind: Nach starken Zuwächsen im ersten Halbjahr fährt die Branche um Weltmarktführer Arcelor-Mittal die Produktion etwas zurück. Auch der deutsche Branchenprimus ThyssenKrupp drosselt seinen Ausstoß.

Wie aus der Markit-Umfrage hervorgeht, sorgte die gedämpfte Nachfrage nach Vormaterialien und Rohstoffen dafür, dass sich die Liefersituation merklich entspannte. So verkürzten sich die durchschnittlichen Lieferzeiten in der deutschen Industrie erstmals seit 25 Monaten wieder. Der Beschäftigungsaufbau blieb robust. Allerdings ließ das Tempo zum zweiten Mal hintereinander nach, der Jobindex gab auf den tiefsten Wert seit Oktober 2010 nach.

Kommentare (6)

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karstenberwanger

03.10.2011, 11:07 Uhr

Man hat es doch so gewollt bzw die Politik wollte es so. Da die Menschen es weiter mitmachen, sehe ich diese Entwicklung als gerechtfertigt und jeder der nicht dagegengesteuert hat und sein Recht verteidigt hat, bekommt jetzt die Quittung http://verkackeiert.com

gabsch

03.10.2011, 11:58 Uhr


Die Adresse kannte ich nicht-Die Berichte und Kommentare ziem-
lich nahe der Wahrheit findet man in den Systemzeitungen halt
nicht!- thx

pendler

03.10.2011, 12:20 Uhr

Krisen sind bewusst initiiert.

Seit ihrer Gründung verfolgen die Illuminati das Ziel der Übernahme der Weltherrschaft und die Eliminierung "unnützer Esser", wie normale Menschen im Jargon der Illuminati-Strategen heißen. Deren Berechnungen haben nämlich ergeben, dass 500 Mio. Menschen vollkommen ausreichen, um die 'Auserwählten' zu ernähren und ihren materiellen Wohlstand zu sichern. Der Rest muss weg, auch deswegen, weil mehr Menschen schwerer zu kontrollieren sind als wenige. Merke:

### Ein Menschenleben gilt hier gar nichts.####

Meilensteine ihres Programms waren u.a. die beiden bisherigen Weltkriege (siehe auch Die Bush-Familie und die Naziförderung aus den USA, heise.de) und die Durchsetzung der "New World Order" ab den 1970er Jahren. Auf dem Weg zu "One World - One Company" lagen und liegen die Euro-Einführung (1. Januar 1999), die EU-Erweiterung der vergangenen Jahre sowie der mit dem 11. September 2001 eröffnete "Krieg gegen den Terror" inkl. der Angriffskriege gegen Afghanistan, Irak etc. und ein für die Zeit 2012/2013 anvisierter weiterer großer Krieg (einige sprechen von einem 3. Weltkrieg; siehe auch weiter unten "Angelsächsische Mission").

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Um Europa billig aufkaufen zu können, muss es erst ruiniert werden. Eine einheitliche Währung, verbunden mit einer dramatischen Kaufkraftsenkung, war/ist dabei hilfreich.
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