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06.01.2015

12:16 Uhr

Konjunktur

Euro-Zone mit leichtem Aufschwung zum Jahresende

Weiterhin stehen die Zeichen auf Wachstum in der Euro-Zone, zum Jahresende hin gab es sogar nochmal einen leichten Aufschwung. Doch zufrieden sind die Chef-Volkswirte nicht. Der Zustand mancher Länder sei „alarmierend“.

Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat sich zum Jahresende noch einmal verbessert – enttäuscht aber dennoch. dpa

Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat sich zum Jahresende noch einmal verbessert – enttäuscht aber dennoch.

BerlinDie Wirtschaft in der Euro-Zone hat zum Jahresende etwas zugelegt. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Dienstleister und Industrie kletterte im Dezember um 0,3 auf 51,4 Punkte, wie das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter rund 5000 Unternehmen mitteilte.

Das Barometer hielt sich damit wie seit Mitte 2013 über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Dennoch sei die Belebung so schwach ausgefallen wie zuletzt vor einem Jahr, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Im Schlussquartal habe die Wirtschaft im Währungsraum wohl höchstens um „magere 0,1 Prozent“ zugelegt, nach plus 0,2 Prozent im Sommer.

Es bestehe weiter die Gefahr, dass die Euro-Zone in diesem Jahr in eine Rezession zurückrutsche, betonte Williamson. „Alarmierend sind nicht nur die weiter schrumpfenden Volkswirtschaften Frankreichs und Italiens, sondern auch die schleppende Entwicklung Deutschlands.“

In Irland und Spanien laufe die Konjunktur zwar gut. Aber wenn die drei Schwergewichte schwächeln sollten, werde dies die Erholung im gesamten Euro-Raum dämpfen. „Allerdings hat sich der Ausblick aufgehellt, da der Einbruch der Ölpreise die Kostenbelastung der Unternehmen reduzieren und die Konsumausgaben ankurbeln dürfte“, sagte Williamson.

Deshalb könnte die Europäische Zentralbank (EZB) erst einmal abwarten, wie sich dies auf die Konjunktur auswirke, bevor sie ihre Geldpolitik weitere lockere.

Das Markit-Barometer allein für die Dienstleister in der Euro-Zone stieg um 0,5 auf 51,6 Zähler. Die Firmen zogen mehr Aufträge an Land als im November und schufen den zweiten Monat in Folge neue Jobs. Auch für den deutschen Sektor ging es leicht bergauf. Allerdings mussten die Firmen erstmals seit eineinhalb Jahren sinkende Aufträge wegstecken.

In China lief es im Dezember ebenfalls besser als in den Monaten davor. Der Einkaufsmanagerindex von Markit und der Großbank HSBC für den Service-Sektor stieg um 0,4 auf 53,4 Punkte. Dies signalisiert, dass es bei den Dienstleister schneller bergauf geht als in der chinesischen Industrie.

Von

rtr

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