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26.01.2009

16:53 Uhr

Konjunktur

Fed-Maßnahmen beflügeln US-Konjunktur

Erfreuliches Signale für die US-Konjunktur: Nicht nur der Sammelindex der Frühindikatoren ist im Dezember überraschend gestiegen. Auch der Absatz von Eigenheimen entwickelte sich positiv. Anleger reagierten prompt: Die Börsenindizes zogen weltweit deutlich an.

Wichtigster Faktor war wohl die drastische Ausweitung der Geldmenge durch die Fed (s. Bild) gewesen. Foto: Reuters Quelle: Reuters

Wichtigster Faktor war wohl die drastische Ausweitung der Geldmenge durch die Fed (s. Bild) gewesen. Foto: Reuters

HB WASHINGTON. Der Index, der auf zehn wichtigen Wirtschaftsdaten beruht, kletterte um 0,3 Prozent und damit zum ersten Mal seit sechs Monaten, wie das Conference Board, ein Institut der Privatwirtschaft, am Montag mitteilte. Wichtigster Faktor sei die drastische Ausweitung der Geldmenge durch die Zentralbank gewesen. Ökonomen hatten mit einem Rückgang des Index um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat war das Barometer um 0,4 Prozent gefallen.

Trotz der positiven Entwicklung im Dezember seien nur vier der zehn Indikatoren gestiegen, hieß es weiter. Am stärksten habe die Entwicklung bei den Baugenehmigungen und bei der Wochenarbeitszeit auf den Index gedrückt. Die Ausweitung der Geldmenge erklärt sich aus der verstärkten Kreditvergabe und dem Ankauf von Wertpapieren durch die Federal Reserve, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Das Konjunkturbarometer soll einen Hinweis auf die Entwicklung in den kommenden drei bis sechs Monaten geben.

Positive Signale auch vom US-Häusermarkt: Die Verkäufe bestehender Häuser sind im Dezember ebenfalls überraschend gestiegen. Auf das Jahr hochgerechnet sei die Zahl um 6,5 Prozent auf 4,74 Mio. Einheiten geklettert, teilte die National Association of Realtors (NAR) in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 4,40 Mio. Häuser gerechnet. Der Wert für den Vormonat wurde unterdessen von 4,49 Mio. auf 4,45 Mio. Häuser nach unten revidiert.

Der überraschender Anstieg beim Absatz von Eigenheimen machte den Anlegern Mut und ließ die Börsenindizes weltweit deutlich anziehen. Der Dax weitete seine Gewinne auf 4342 Punke aus, womit er 3,9 Prozent höher notierte. Der Dow-Jones-Index lag 1,5 Prozent im Plus. Entsprechend gerieten die festverzinslichen Staatsanleihen unter Druck. Der Bund-Future verlor bis zu 108 Ticks auf 122,21 Punkte. Der Euro, der von den festen Kursen am Aktienmarkt profitiert, notierte mit 1,3165 Dollar fast zwei Cent über dem am frühen Nachmittag festgelegten EZB-Referenzwert von 1,2990 Dollar.

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