Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.07.2014

17:35 Uhr

Konjunktur

Fünf Risiken für die Weltwirtschaft

VonJan Mallien

Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigiert seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft nach unten. Die Aussichten sind verhalten. Mehrere Faktoren könnten das Wachstum belasten.

Achtung, Gefahr! Risiken für die Weltwirtschaft gibt es genug. Getty Images

Achtung, Gefahr! Risiken für die Weltwirtschaft gibt es genug.

DüsseldorfDie Weltwirtschaft kommt nicht in Schwung, so das Fazit des Internationalen Währungsfonds (IWF). In seinem heute vorgelegten Wirtschaftsausblick hat der IWF die globale Wachstumsprognose für 2014 von 3,7 auf 3,4 Prozent nach unten revidiert. „Der Aufschwung setzt sich fort, bleibt aber schwach“, fasst IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard zusammen.

Am Jahresanfang hatte der IWF für 2014 noch mit einem Wachstum von 3,7 Prozent gerechnet. Doch nun entpuppt sich dies als zu optimistisch. Dabei sind es gleich mehrere Faktoren, die das Wachstum belasten.

Vor allem die geopolitischen Risiken durch die Großkonflikte im Irak, in Israel und in der Ukraine verunsichern Unternehmen und Investoren. Sie könnten nicht nur die Energiepreise in die Höhe treiben, sondern auch dazu führen, dass die Unternehmen Investitionen zurückhalten. Der IWF sagt Russland in seiner aktualisierten Prognose nur noch ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,2 Prozent für 2014 voraus. Im April hatte er noch 1,3 Prozent veranschlagt – das ist die größte Revision im neuen Weltwirtschaftsausblick. Der IWF nennt in seinem Report vor allem geopolitische Risiken durch den Ukraine-Konflikt.

Hinzu kommen aber noch weitere Probleme, etwa bei den Banken und Unternehmen. Ein Überblick über die fünf größten Risiken:

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

1. Risiko: Ukraine, Irak und Nahost

Die unsichere weltpolitische Lage könnte das Wachstum in Deutschland schwächen, fürchtet DIW-Konjunkturexperte Simon Junker. „Größter Unsicherheitsfaktor sind die geopolitischen Risiken durch die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten“,  sagt er.

Der Abschuss der Passagiermaschine MH 17 hat zu einer neuen Eskalation des Ukraine-Konflikts geführt. Die EU droht Russland nun mit einer massiven Sanktionsverschärfung. Das würde vor allem die deutsche Wirtschaft treffen. Bereits jetzt macht sich der Ukraine Konflikt bemerkbar: So ist der deutsche Handel mit Russland bereits im April um 16,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Zwar machen die deutschen Exporte nach Russland gerade mal zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung aus. Doch die Unsicherheit könnte dazu führen, dass  die Unternehmen Investitionen verschieben.

Zudem könnte der Ukraine-Konflikt ebenso wie die Konflikte in Israel und im Irak die Energiepreise in die Höhe treiben. Russland und der Irak sind wichtige Ölexporteure. Konflikte in Israel hatten in der Vergangenheit ebenfalls starken Einfluss auf den Ölpreis. Das würde vor allem Europa und China treffen, die stark auf Öl- und Gasimporte angewiesen sind. Die USA hingegen exportieren dank des massiven Ausbaus der Fracking-Technologie inzwischen sogar Öl.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Uwe Hans

25.07.2014, 08:38 Uhr

Der IWF - mit die verlogenste und korrupteste Einrichtung der Welt....
Wann wachen die Menschen endlich auf ???

Account gelöscht!

25.07.2014, 10:32 Uhr

Das größte Risiko ist das Lügenmärchen von der menschengemachten CO2-Klimaerwärmung! Das nächste große Risiko ist die CO2-Verbotsmaschenerie der Öko-Sozialisten! Das nächste Risiko ist die Energieeinspardoktrie einer Öko-Sozialistischen Gesinnung!
Europa und Deutschland werden mit dieser CO2-Lügen Ideologie und Energieeinsparungsdiktat an Wohlstand und gut bezahlten Industriearbeitsplätzen verlieren.
Das CO2-Verbots Angstmärchen macht ein Wirtschaften und damit einen Wohlstandsaufbau in Deutschland und Europa UNMÖGLICH! Energiewende/Energieeinspargesetze/EEG = MANGEL und ARMUT für Deutschland UND Europa!

Herr Mmnews De

25.07.2014, 15:58 Uhr

Ist nicht der Dollar das größte Risiken für die Weltwirtschaft?

Wir befinden uns seit 2009 inmitten eines gewaltigen Wirtschafts- und Währungskriegs.

Von den Massenmedien totgeschwiegen, stehen sich das westliche Bankenkartell um die private Fed und die aufstrebenden Nationen um die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) gegenüber.

China und Russland fordern ein Ende der Dollar-Herrschaft und die Einführung einer neuen, durch Gold gedeckten Weltleitwährung.

Das westliche Bankenkartell versucht indes mit allen Mitteln ( inkl. Medien ), seinen sterbenden Fed-Dollar lange genug am Leben zu erhalten, um zwischenzeitlich eine eigene, neue private Weltwährung etablieren zu können.

Washington ist im freien Fall und dabei ihre Weltherrschaft an China & Russland abzutreten.
Unter diesem Gesichtspunkt sind unter anderen der Syrien- und der Ukrainekonflikt zu sehen.

Die USA tauschen seit Jahren wertvolle Rohstoffe gegen „wertlose“ Dollar!

Mit ihrer Weltwährung Dollar musste jedes Land der Welt im internationalen Zahlungsverkehr sich Rohstoffe bezahlen lassen und die private FED konnte dafür ohne Ende bunte Papierdollar drucken.

Gegen die Länder, die in der Vergangenheit nicht an diesem "Spiel" teilhaben wollten, sondern ihre Rohstoffe für andere Währungen weggaben, wurde ein Krieg inszeniert (Irak, Libyen, etc. und jetzt Russland).

In der Tat besteht derzeit eine Gefahr, dass ein 3. Weltkrieg sich an den aktuellen Konflikten entzünden könnte. In der Jelzin-Ära war Washington in Russland schon fast am Ziel gewesen, da sie über Beteiligungen an den Schlüsselindustrien wie Öl und Gas, aber auch den Medien, schon einen großen Profit aus dem Land gezogen hatten.

Das änderte sich als Putin an die Macht kam.

Er bekämpfte mit nationaler Wirtschaftspolitik das alte System.

Aus diesem Grund ist Putin den USA bzw. deren Regierungen ein Dorn im Auge und wird deswegen in den Medien verteufelt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×