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22.12.2014

09:08 Uhr

Konjunktur-Geschenk

Ölpreisrückgang steigert Wachstum in Deutschland

Dank Ölpreisverfall sind auch Tank- und Heizkosten gesunken, für das deutsche Wirtschaftswachstum bedeutet das eine Entlastung um rund 20 Milliarden Euro für 2015. Die Kauflaune der Deutschen ist so groß wie lange nicht.

In Deutschland machen sich gesunkene Ölpreise mit geringeren Tank- und Heizkosten bemerkbar, so DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. dpa

In Deutschland machen sich gesunkene Ölpreise mit geringeren Tank- und Heizkosten bemerkbar, so DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

BerlinDer Ölpreisrückgang steigert das deutsche Wirtschaftswachstum nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages im kommenden Jahr um mindestens 0,3 Prozentpunkte. „So kurz vor Weihnachten ist der Ölpreisrückgang ein unerwartetes Konjunktur-Geschenk, von dem wir auch 2015 noch etwas haben“, sagt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der Rheinischen Post.

Der Preisverfall bedeute im kommenden Jahr nach aktuellem Stand eine Entlastung um rund 20 Milliarden Euro. „Das bringt unter Berücksichtigung des schwächeren Euros mindestens 0,3 Wachstumspunkte“, prognostizierte Wansleben. In Deutschland machen sich gesunkene Ölpreise mit geringeren Tank- und Heizkosten bemerkbar. Die Kauflaune der Bundesbürger ist deswegen so groß wie seit acht Jahren nicht mehr.

Seit dem Sommer sind die Rohölpreise um bis zu 50 Prozent abgesackt. Weil Öl als Rohstoff in Produktion und Verkehr von zentraler Bedeutung ist, sinken die Kosten von Firmen, aber auch von Autofahrern oder Heizölkunden. Laut Mineralölwirtschaftsverband sparten die Deutschen 2014 gegenüber 2013 schon insgesamt rund fünf Milliarden Euro an der Tankstelle, berichtete die „Bild am Sonntag“.

Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt allerdings auch vor einem möglichen Abrutschen der Preise auf breiter Front. Dies könnte bei längerer Dauer in eine gefährliche Deflation mit immer geringerem Konsum und immer geringeren Investitionen münden.

Kommentare (2)

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Herr Peter Noack

22.12.2014, 08:36 Uhr

"Die Kauflaune der Bundesbürger ist deswegen so groß wie seit acht Jahren nicht mehr." Dass sich Herr Wanzleben da mal nicht irrt. Schon das Weihnachtsgeschäft läuft nicht wie erwartet, oder? Was nützt die steigende Kauflaune, wenn diese nicht in steigenden Käufen mündet? Wollen die Ökonomen uns erklären, warum das so ist?

Account gelöscht!

22.12.2014, 08:55 Uhr

Wenn es nach der Gläubigen Ethik-Kanzlerin Merkel geht, dann ist die Energie immer noch zu BILLIG.
Da muss dies Öko-Sozialistische "Rome of Club" Kanzlerin doch gleich mal mit einer neuer Energie-Ablassteuer oder einen Zwang zur Energieeinsparung dagegen steuern.

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