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15.04.2015

13:38 Uhr

Konjunktur in Deutschland

Wirtschaftsforscher rechnen mit kräftigem Aufschwung

Die führenden Wirtschaftsforscher blicken deutlich optimistischer auf die Konjunktur in Deutschland. Sie sagen ein Wachstum von 2,1 Prozent für dieses Jahr voraus – 0,9 Prozent als bisher von den Ökonomen veranschlagt.

Das Bruttoinlandsprodukt soll in diesem Jahr um 1,8 Prozent steigen – diese Schätzung ist möglicherweise zu gering. dpa

Wachstumsprognose des IWF

Das Bruttoinlandsprodukt soll in diesem Jahr um 1,8 Prozent steigen – diese Schätzung ist möglicherweise zu gering.

DüsseldorfDie führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für Deutschland kräftig erhöht. Für dieses Jahr rechnen die vier Institutskonsortien mit 2,1 Prozent realem Wachstum – bisher hatten die Ökonomen für dieses Jahr nur ein Plus von 1,2 Prozent veranschlagt. 2016 soll die dann um 1,8 Prozent zulegen. Dies erfuhr das Handelsblatt aus mit dem neuen Frühjahrsgutachten vertrauten Kreisen.

Das Gutachten wird am Donnerstag veröffentlicht. Vor einem halben Jahr hatten die Institute noch vor einem Konjunktureinbruch im Winter gewarnt. In ihrem Herbstgutachten hatten sie nur 1,2 Prozent für 2016 prognostiziert.

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Zuletzt hatten auch andere Fachleute ihre Prognosen für Deutschland erhöht. So rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr mit einem Anziehen der Konjunktur von 1,6 Prozent, nach bisher erwarteten 1,3 Prozent. Die Experten der Institute begründen ihre Zuversicht vor allem mit den positiven Auswirkungen des niedrigen Eurokurses. Zudem stärkten die günstigen Energiepreise die Kaufkraft der Verbraucher, sagte einer der Insider. „Auch die Beschäftigung ist deutlich im Plus.“ Zudem sei der Einzelhandel im Januar und Februar mit Umsatzzuwächsen vielversprechend ins Jahr gestartet.

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Das Frühjahrsgutachten erstellen vier Konsortien von Wirtschaftsforschungsinstituten. Dazu gehören das Berliner DIW, das Münchner Ifo-Institut, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen und das IWH aus Halle. Die Expertise dient der Bundesregierung als Grundlage für ihre eigene Konjunkturprognose, die das Wirtschaftsministerium am 22. April vorlegen will.

Kommentare (1)

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Herr Ingo Ulrich

15.04.2015, 17:04 Uhr

"..........rechnen mit kräftigem Aufschwung"

Was unsere sogenannten EGAL WO HER- "EXPERTEN" uns auch Schön-Blöd dargestellt haben in den vielen Jahren der politischen Kompetenzleere und LOBBY-Politik, diese "Experten" lagen zu oft daneben, deutlich !

Man gewinnt den Eindruck, das sich unsere "Experten" Mut für die Zukunft zusammen spinnen !

Die Kompetenzleeren, politischen Abnicker merken noch gar nicht, wo wir uns hinbewegen !



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