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09.02.2016

14:52 Uhr

Konjunktur

Industrieproduktion in Deutschland sinkt

Industrie, Bau, Energie: Das produzierende Gewerbe schwächelt. Saisonbereinigt ging die Produktion im Dezember um 1,2 Prozent zurück. Damit liegt Deutschland im weltweiten Trend.

Wirtschaftliche Probleme in Schwellenländern wie China und Brasilien schlagen sich auch in der deutschen Produktion nieder. dpa

Konjunkturschwäche in den Schwellenländern

Wirtschaftliche Probleme in Schwellenländern wie China und Brasilien schlagen sich auch in der deutschen Produktion nieder.

FrankfurtDie Produktion des produzierenden Gewerbes in Deutschland ist im Dezember unerwartet den zweiten Monat in Folge gesunken. Dies signalisiert, dass die Abschwächung in wichtigen Exportmärkten die Aktivität in der Industrie bremst, auch wenn die Binnennachfrage stark ist.

Preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt ging die Produktion gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent zurück, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Der Wert für November wurde auf ein Minus von 0,1 Prozent revidiert. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten für den volatilen Indikator im Dezember im Median einen Anstieg von 0,5 Prozent erwartet.

Die Verlierer der Weltwirtschaft

Großbritannien

2014: 2,435 ; 2030: 3,586 ; 2050: 5,744 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Zwar wird Großbritannien auch 2030 noch im Ranking der Top-Volkswirtschaften mit Platz zehn in der Top Ten sein. Doch 2050 sieht das anders aus: Rang elf.

Italien

2014: 2,066 ; 2030: 2,591 ; 2050: 3,617 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Italien wird in 35 Jahren auf Rang 18 zurückfallen. Die Prognose zeigt deutlich, dass Europa im weltweiten Vergleich weiter an wirtschaftlichem Gewicht verliert.

Frankreich

2014: 2,587; 2030: 3,418; 2050: 5,207 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Frankreich kommt schafft es bereits 2030 auf Rang elf und rutscht bis 2050 auf Platz 13.

Russland

2014: 3,559 ; 2030: 4,854 ; 2050: 7,575 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Russland wird bis 2050 auf Platz acht verdrängt.

Deutschland

2014: 3,621 ; 2030: 4,590 ; 2050: 6,338 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Drei europäische Staaten gehören derzeit zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt: Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 2050 wird nur noch die Bundesrepublik in den Top Ten der wirtschaftlich leistungsfähigsten Staaten vertreten sein. Deutschland wird bereits 2030 auf Rang acht zurückfallen.

Japan

2014: 4,788 ; 2030: 6,006 ; 2050: 7,914 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Während Japan auch 2030 den vierten Platz verteidigt, wird das Land bis 2050 drei Ränge abrutschen und auf Rang sieben landen.

USA

2014: 17,416 ; 2030: 25,451 ; 2050: 41,384 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Auch wenn die USA 2020 den zweiten Platz noch verteidigen können, werden sie 2050 von Indien auf Platz drei verdrängt. Dann wird drittstärkste Volkswirtschaft USA fast zweieinhalbmal so groß sein wie Indonesien (2050: Rang vier).

„Weltweit erleben wir eine Schwäche im Industriesektor“, sagte Aline Schuiling, leitende Volkswirtin bei der ABN Amro Bank NV in Amsterdam vor der Datenveröffentlichung. Deutschland sei auch von den Geschehnissen in den Schwellenländern vergleichsweise stark betroffen.

Sowohl in der Industrie (-1,1 Prozent) als auch beim Bau (-0,2 Prozent) und insbesondere im Bereich der Energieerzeugung (-3,0 Prozent) kam es zu Rückgängen, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Die Produktion von Konsumgütern sank um 1,4 Prozent.

„Zum Jahresende 2015 durchlief die Industrieproduktion eine Durststrecke. Angesichts der verbesserten Auftragseingänge im Jahresschlussquartal dürften die Unternehmen ihre Produktion zu Jahresbeginn wieder etwas ausweiten“, hieß es in der Mitteilung weiter.

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Separat teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die deutschen Gesamtexporte im Dezember um 1,6 Prozent rückläufig waren. Die Importe gingen gegenüber dem Vormonat ebenfalls um 1,6 Prozent zurück.

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