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04.10.2017

12:58 Uhr

Konjunktur

Irland rechnet mit stärkerer Abkühlung des Wachstums

Irland erwartet für 2018 einen schwächeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts als bislang. Statt 3,7 werde es wohl nur 3,5 Prozent Wachstum geben. Die Prognose für die folgenden Jahre wurde dagegen angehoben.

Irland hat eine jahrelange Krise hinter sich. Nun keimt wieder Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung. dpa

Irische Euro-Münze

Irland hat eine jahrelange Krise hinter sich. Nun keimt wieder Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung.

DublinIrland hat seine Wachstumsaussichten für 2018 leicht gestutzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im kommenden Jahr wohl nur noch um 3,5 Prozent zulegen, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Bislang war ein Plus von 3,7 Prozent in Aussicht gestellt worden. Für die darauffolgenden drei Jahren hoben die Experten ihre Prognose dagegen leicht an. 2021 werde sich das Wachstum dennoch auf ein Plus von 2,6 Prozent abgekühlt haben. Für 2017 geht die Regierung von einem BIP-Zuwachs von 4,3 Prozent und einer Arbeitslosenrate von 6,3 Prozent aus.

Irland wurde 2010 nach einer Immobilien- und Bankenkrise mit milliardenschweren Hilfsprogrammen von EU und Internationalem Währungsfonds gestützt. Seit 2014 wächst die Wirtschaft des Landes stärker als in jedem anderen EU-Staat. Im laufenden Jahr dürften die Iren hier mit Malta und Luxemburg wieder an der Spitze liegen.

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In der Kritik sind jedoch die von Irland gewährten Steuervorteile für internationale Großkonzerne. Weil das Land unzulässige Steuernachlässe für Apple in Höhe von 13 Milliarden Euro nicht zurückgefordert habe, verwies die EU-Kommission die Sache am Mittwoch an den Europäischen Gerichtshof.

Von

rtr

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