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09.03.2012

13:34 Uhr

Konjunktur

Italienische Industrie bricht ein

2012 fängt nicht gut an für Italiens Industriebetriebe. Im Januar senkten sie ihre Produktion um 2,5 Prozent und damit wesentlich stärker als von Experten erwartet. Dies wird sich im Bruttoinlandsprodukt niederschlagen.

Muss gegen die Krise in seinem Land kämpfen: Italiens Premier Mario Monti. dpa

Muss gegen die Krise in seinem Land kämpfen: Italiens Premier Mario Monti.

RomItaliens Industrie kommt auch zu Jahresbeginn nicht aus der Krise. Die Betriebe drosselten im Januar ihre Produktion um 2,5 Prozent zum Vormonat und damit dreimal so stark wie von Experten erwartet, teilte das italienische Statistikamt Istat am Freitag mit. Im Vorjahresvergleich gab es sogar mit fünf Prozent den größten Rückgang seit Dezember 2009. „Es sieht nicht gut aus für das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal“, sagte Analystin Carmela Pace von MPS Finance. Die EU-Kommission erwartet, dass Italiens Wirtschaft Anfang 2012 mit 0,7 Prozent genauso stark schrumpft wie im Schlussquartal 2011. Das Land steckt mitten in der Rezession und dürfte laut italienischer Zentralbank auch dieses Jahr konjunkturell um 1,5 Prozent an Fahrt verlieren.

Im Nachbarland Frankreich läuft es wesentlich besser - auch in der Industrie. Die Betriebe produzierten 0,2 Prozent mehr als im Dezember. In Deutschland legte die Industrie um 1,4 Prozent zu, das Produzierende Gewerbe stellte 1,6 Prozent mehr her.

In den kriselnden Euro-Ländern drücken die Sparprogramme kräftig auf die Wirtschaftskraft und die Konsumlaune der Bürger. Dies zeigt sich etwa in Spanien, wo die Arbeitslosigkeit mit rund 23 Prozent so hoch ist wie in keinem anderen EU-Land. Die Umsätze der Einzelhändler fielen im Januar um sechs Prozent zum Vorjahresmonat, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Damit sanken die Erlöse den 19. Monat in Folge. Die spanischen Gewerkschaften riefen wegen geplanter Arbeitsmarktreformen der Regierung zu einem Generalstreik am 29. März auf.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Halleluja

09.03.2012, 13:52 Uhr

Wir brauchen dringend Eurobonds! Sonst kann die Party nicht weitergehen!
Desweitern empfehle ich einen Lastenausgleich bei den deutschen Sparern, denn die haben ja - laut Merkel, etc. - am meisten vom Euro gehabt. Also: 4 Billionen sollten schon drin sein für unsere europäischen Freude und das "europäische Projekt". Desweiteren ist der deutsche Exportüberschuß empfindlich zu bestrafen! Am besten mit einer Pauschalabgabe von 10% des BIPs an Brüssel. Ein weiterer Vorschlag ist der Marshallplan für Europa, finanziert von den Deutschen, damit sie schön weiter bezahlen... äh, exportieren können. Zuguterletzt schlage ich vor, die deutschen Abgeordneten aus dem Europaparlament zu entfernen. Preiswerter sind Jasage-Roboter - hier hätten wir allerdings auch noch große Einsparmöglichkeiten im deutschen Parlament. Die Lebensarbeitszeit in Deutschland sollte auf 80 angehoben werden. Die kommende Altersarmut gesundgebetet. Dann endlich werden wir ein stolzes Europa haben! Und jetzt setzen, Schnauze halten und beten: HALLELUJA, EUROPA!

Account gelöscht!

09.03.2012, 13:54 Uhr

Wieso bricht die ital. Industrie ein? Die läuft bereits seit über einem Jahrzehnt nicht!!! und das ist Fakt. Wer also mein mit Griechenland wäre es das gewesen... viel Spass. Spanien, Italien und co. stehen schon an, nur berichtet man darüber noch nicht.

Merkelmussweg

09.03.2012, 19:19 Uhr

Es ist über die Maßen bedauerlich, daß das kleinkarierte, hirn- und herzlose neoliberale Denk- und Handelsmuster nun ein weiteres Land in den Abgrund treibt. Als ich noch jung war, hat der "Staat" vieles geregelt und umgesetzt - zum Wohle der Allgemeinheit und nicht für die leistungslosen Gier - Einkommen sog. "Investoren" und Aktionäre. Da lief es rund und die meisten Menschen waren zufrieden.Dann kam die EUSSR - die "Erfolge" ihrer sozialistischen Zwangsmaßnamen sind mittlerweile öffentlich zu "bewundern". Armes Deutschland - armes Europa !!!
Denkt einmal daran - Griechenland ist nur ein Testlauf - jetzt ist Italien an der Reihe - bald steht der "Feind" auch vor deiner Türe ! DANKE Angela, daß wir das Elend unserer Eltern wiedererleben dürfen !! Zur Hölle mit dir !!

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