Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.03.2016

03:29 Uhr

Konjunktur

Japans Handel schwingt ins Plus

So hoch wie im Februar war der Handelsüberschuss in Japan zuletzt vor mehr als vier Jahren. Dennoch steht die Wirtschaft des Landes vor einem Problem: Die Nachfrage aus dem Ausland lässt immer weiter nach.

Hafenarbeiter in Tokio: Japans Exporte sind weiter zurückgegangen. Reuters

Hafen in Tokio

Hafenarbeiter in Tokio: Japans Exporte sind weiter zurückgegangen.

TokioDank des stärkeren Yen und niedrigen Ölpreisen hat Japan im Februar den größten Handelsüberschuss seit mehr als vier Jahren erwirtschaftet. Am Donnerstag veröffentlichte Zahlen zeigten ein Plus von 242,8 Milliarden Yen (rund 1,9 Milliarden Euro), verglichen mit einem Defizit von 426 Milliarden Yen ein Jahr zuvor. Im Januar hatte der Verlust 648,8 Milliarden Yen betragen.

So hoch wie im Februar war der Handelsüberschuss zuletzt im September 2011. Dennoch fielen sowohl die Export- als auch die Handelszahlen, was eine anhaltend schwache Nachfrage im In- und Ausland andeutete.

Wirtschaftsprognosen: Was ein Sumo-Turnier über Konjunktur verrät

Wirtschaftsprognosen

Was ein Sumo-Turnier über Konjunktur verrät

Nicht das Bruttoinlandsprodukt, Jobzahlen oder Exportbilanzen verraten, wohin es mit der Konjunktur geht. Es sind die Werbebanner im Sumo-Ring, meint zumindest ein japanischer Ökonom. Die Statistik gibt ihm Recht.

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausfuhren um 4,0 Prozent, wie das Finanzministerium am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang lag damit etwas höher als von Experten erwartet. Im Januar waren die Exporte noch um 12,9 Prozent eingebrochen.

Die Verlangsamung des Rückgangs hat Experten zufolge vor allem einer Zunahme der Exporte nach China nach dem Neujahrsfest zu tun. Ökonomen befürchten, dass die zaghafte Nachfrage aus dem Ausland in Japan zur vierten Rezession innerhalb von fünf Jahren führen könnte

Weil Japan nach der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 mehr Öl und Gas importieren musste, gab es für Japan statt mehrjährigen Überschüssen häufigere Defizite. Ein schwacher Yen verstärkte dies. Der Rückgang der weltweiten Rohölpreise hat die hohen Kosten für Energieimporte mittlerweile abgeschwächt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×