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16.01.2015

15:22 Uhr

Konjunktur

Ölpreis drückt US-Verbraucherpreise

Die US-Verbraucherpreise haben im Dezember um 0,4 Prozent nachgegeben. Hauptgrund für das Minus am Jahresende ist der sinkende Ölpreis. Die Inflationsrate fiel auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2009.

Experten rechnen damit, dass die Fed ihren Leitzins Mitte dieses Jahres anheben wird. dpa

Experten rechnen damit, dass die Fed ihren Leitzins Mitte dieses Jahres anheben wird.

WashingtonDie Verbraucherpreise in den USA sind im Dezember wegen des billigeren Benzins so kräftig gefallen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Sie gaben um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat nach, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten einen Rückgang in dieser Größenordnung vorhergesagt. Im November waren die Preise um 0,3 Prozent gefallen. Hauptgrund für das Minus am Jahresende: Die Benzinpreise gaben um 9,4 Prozent und damit den sechsten Monat in Folge nach.

Die Inflationsrate in den USA ist auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009 gefallen. Die Jahresrate betrug im Dezember 0,8 Prozent und war damit 0,5 Prozentpunkte niedriger als im November, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Im Oktober lag die Inflation noch bei 1,7 Prozent.

Die Teuerung hat sich damit noch weiter vom Zielwert der US-Notenbank Federal Reserve entfernt, der bei 2 Prozent liegt. Das wirft die Frage auf, ob die Zentralbank tatsächlich wie an den Märkten erwartet im Frühjahr oder Sommer erstmals seit 2006 ihren Leitzins erhöhen wird.

Die US-Notenbank Fed

Fed?

Das Federal Reserve System – kurz Federal Reserve oder einfach Fed – ist die Notenbank der USA.

Die Funktion

Die 1913 vom amerikanischen Kongress gegründete staatliche Organisation leitet die US-Geldpolitik, kontrolliert und reguliert die Banken des Landes und beeinflusst die Bedingungen für die Kreditvergabe.

Die Ziele

Die übergeordneten Ziele der Fed sind eine möglichst hohe Beschäftigung, stabile Preise sowie günstige Zinsen. Die mächtige Organisation kontrolliert damit einige der wirtschaftlichen Stellschrauben der Vereinigten Staaten.

Die Präsidentin

Präsidentin ist Janet Yellen. Die 68-Jährige hatte ihren Posten offiziell Anfang Februar 2014 angetreten. Sie ist die erste Frau an der Fed-Spitze in der 100-jährigen Geschichte der Zentralbank.

Die Kernrate, die besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energiepreise und Lebensmittel nicht berücksichtigt, betrug aufs Jahr gerechnet 1,6 Prozent. Sie sank damit im Vergleich zum Vormonat nur leicht um 0,1 Prozentpunkte.

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