Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.01.2013

13:29 Uhr

Konjunktur

Spanien rutscht tief in die Rezession

Die Leistung der spanischen Wirtschaft ist zum Jahresende stärker geschrumpft – so stark wie seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise nicht mehr. Für 2013 gibt sich der spanische Wirtschaftsminister aber optimistisch.

Luis De Guindos (links) ist optimistisch für 2013. AFP

Luis De Guindos (links) ist optimistisch für 2013.

Madrid/BerlinDie Rezession in Spanien hat sich zum Jahresende 2012 verschärft. Die Wirtschaftsleistung sank um 0,6 Prozent in Vergleich zum Vorquartal und damit so stark wie seit Ausbruch der Wirtschaftskrise Ende 2011 nicht mehr, wie die spanische Notenbank am Mittwoch mitteilte. Noch im Sommer lag das Minus bei "nur" 0,3 Prozent. Im gesamten Jahr 2012 dürfte die Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent gesunken sein. Die Entspannung an den Finanzmärkten habe bisher keine positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft, schrieb die Notenbank. "Eine Kombination von Faktoren löste eine bemerkbare Verschlechterung der Nachfrage im vierten Quartal aus."

Die Regierung in Madrid sieht aber Licht am Ende des Tunnels: Für das vierte Quartal 2013 sei ein kleines Plus zum Vorquartal zu erwarten, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos der Zeitung "Die Welt". Schon jetzt stiegen die Exporte stark. Die Lohnstückkosten seien zurückgegangen, das verbessere die Wettbewerbsfähigkeit spanischer Firmen. Ab Ende des Jahres dürfte sich auch die Lage am Arbeitsmarkt wieder bessern. Das Land sehe damit die ersten positiven Auswirkungen der Reformen.

Um Spanien weiter zu unterstützen, müssten nun Zweifel an der Zukunft der Währungsunion aus der Welt geräumt werden, sagte de Guindos. "Wir in Spanien tun unseren Teil", betonte er. "Viel wichtiger, als dass jemand spanische Staatsschulden kauft, ist die Verpflichtung auf die Zukunft der Währungsunion." Wenn die Märkte immer mehr Vertrauen in die Euro-Zone fassten, profitiere Spanien davon. De Guindos forderte eine tiefere Integration der Fiskalpolitik. "Damit schafft man Vertrauen in die Euro-Zone."

Spanien galt 2012 zeitweise als heißer Anwärter für den Euro-Rettungsschirm. Derzeit verspürt das Land aber an den Finanzmärkten wieder Rückenwind. Bei den jüngsten Anleiheemissionen traf die Regierung in Madrid auf eine hohe Nachfrage der Investoren.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

23.01.2013, 14:01 Uhr

... und was ist daran neu???

Koboldo

23.01.2013, 14:26 Uhr

Rezession von Zypern bis Irland, aber es ist ja alles nicht so schlimm, denn alle betroffenen Politiker sehen optimistisch in die Zukunft...! Bin gespannt, wie lange noch die Börsen diese habhaften Krisen ignorieren werden

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×