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09.03.2012

08:52 Uhr

Konjunktur

Teures Öl schiebt Inflation in Deutschland an

Waren und Dienstleistungen kosten im Durchschnitt 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ökonomen befürchten, dass vor allem steigende Energie-Kosten die Erholung des privaten Konsums in Deutschland dämpfen könnten.

Hohe Preise - auch bei Benzin und Diesel - steigerten die Inflationsrate. dpa

Hohe Preise - auch bei Benzin und Diesel - steigerten die Inflationsrate.

WiesbadenRekordpreise für Benzin und Diesel haben die Inflation im Februar angeheizt. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Dezember und Januar betrug die Teuerungsrate noch 2,1 Prozent. Seit Dezember 2010 liegt sie nun konstant über der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht. Von Januar auf Februar gab es ein Plus von 0,7 Prozent.

Verantwortlich für den Preisschub ist vor allem Energie, die sich binnen Jahresfrist um acht Prozent verteuerte. Tanken kostete knapp neun Prozent mehr als im Februar 2011. Haushaltsenergie war fast acht Prozent teurer, leichtes Heizöl knapp 18 Prozent teurer. Vorausgegangen war ein Höhenflug der Ölpreise an den Rohstoffbörsen wegen der Iran-Krise. Der wegen der Schuldenkrise unter Druck geratene Eurokurs verteuerte die Ölimporte - die überwiegend in Dollar abgerechnet werden - zusätzlich. Auch für Gas und Strom mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Nahrungsmittel kosteten 2,7 Prozent mehr. Klammert man die Preisentwicklung bei der Energie aus, lag die Inflationsrate im Februar nur bei 1,6 Prozent.

Wegen der teuren Energie gehen Experten davon aus, dass die Inflation länger auf hohem Niveau bleiben könnte. Dies wäre auch ein Risiko für die Erholung des privaten Konsums, die viele Ökonomen wegen der guten Lage am Arbeitsmarkt erwarten. Die Europäische Zentralbank erhöhte bereits ihre Prognose für die Inflation im Euro-Raum 2012 auf rund 2,4 von 2,0 Prozent.

Kommentare (1)

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SteuerKlasseEins

09.03.2012, 12:17 Uhr

Viele der Teuerungen sind auf Steuern zurückzuführen, so z.B. beim Strom die EEG-Steuer und der ganze Erneuerbare Unsinn und Enteignung der Atomkraftwerke, mit dem unsere Stromversorgung verhunzt wurde, massiv Wohlstand vernichtet wurde und weiter wird.
Geld-Inflation ist auch eine Steuer, denn der Staat bereichert sich damit und entledigt sich der Schulden, auf Kosten des Bürgers.
Geht es nach dem Bundestag ist die Schmerzgrenze aber noch lange nicht erreicht. Man kann aus dem Steuerzahler immer noch mehr und noch mehr rausholen, es hat einfach kein Ende.

Schade eigentlich, denn ich würde zu gerne das Gesicht von Merkel und Schäuble sehen, wenn sie den "schlafenden Riesen", die deutsche Zipfelmütze, die die Steuern zahlt, aufwecken, und "Schluss mit Lustig" ist.

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