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27.02.2015

15:49 Uhr

Konjunktur

US-Wirtschaft wächst schwächer als gedacht

Die US-Verbraucher haben im vergangenen Jahr kräftig zugelangt und die Wirtschaft deutlich angeschoben. Allerdings fiel das Plus im vierten Quartal nicht so stark aus, wie erste Schätzungen ergaben.

Zum Jahresschluss ging es mit der US-Wirtschaft nicht so stark aufwärts wie zunächst angenommen. dpa

Ford-Händler in den USA

Zum Jahresschluss ging es mit der US-Wirtschaft nicht so stark aufwärts wie zunächst angenommen.

WashingtonDer Wirtschaftsboom in den USA hat sich zuletzt etwas abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Oktober bis Dezember mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,2 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Eine erste Schätzung hatte ein Plus von 2,6 Prozent ergeben.

Im Sommer lag das Wachstum noch bei satten 5,0 Prozent. Dass die Konjunktur zum Jahresende nicht so gut lief wie geschätzt, lag auch daran, dass Firmen ihre Warenvorräte weniger kräftig aufstockten als angenommen. Diese Lagerinvestitionen trugen daher nur minimal zum Wachstum bei.

Die Verlierer der Weltwirtschaft

Großbritannien

2014: 2,435 ; 2030: 3,586 ; 2050: 5,744 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Zwar wird Großbritannien auch 2030 noch im Ranking der Top-Volkswirtschaften mit Platz zehn in der Top Ten sein. Doch 2050 sieht das anders aus: Rang elf.

Italien

2014: 2,066 ; 2030: 2,591 ; 2050: 3,617 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Italien wird in 35 Jahren auf Rang 18 zurückfallen. Die Prognose zeigt deutlich, dass Europa im weltweiten Vergleich weiter an wirtschaftlichem Gewicht verliert.

Frankreich

2014: 2,587; 2030: 3,418; 2050: 5,207 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Frankreich kommt schafft es bereits 2030 auf Rang elf und rutscht bis 2050 auf Platz 13.

Russland

2014: 3,559 ; 2030: 4,854 ; 2050: 7,575 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Russland wird bis 2050 auf Platz acht verdrängt.

Deutschland

2014: 3,621 ; 2030: 4,590 ; 2050: 6,338 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Drei europäische Staaten gehören derzeit zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt: Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 2050 wird nur noch die Bundesrepublik in den Top Ten der wirtschaftlich leistungsfähigsten Staaten vertreten sein. Deutschland wird bereits 2030 auf Rang acht zurückfallen.

Japan

2014: 4,788 ; 2030: 6,006 ; 2050: 7,914 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Während Japan auch 2030 den vierten Platz verteidigt, wird das Land bis 2050 drei Ränge abrutschen und auf Rang sieben landen.

USA

2014: 17,416 ; 2030: 25,451 ; 2050: 41,384 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Auch wenn die USA 2020 den zweiten Platz noch verteidigen können, werden sie 2050 von Indien auf Platz drei verdrängt. Dann wird drittstärkste Volkswirtschaft USA fast zweieinhalbmal so groß sein wie Indonesien (2050: Rang vier).

Dennoch glänzte die größte Volkswirtschaft 2014 mit einer der höchsten Wachstumsraten der Industrieländer: Sie legte um 2,4 Prozent zu. Stütze des Wachstums sind vor allem die kauffreudigen Verbraucher, auch wenn das Plus bei den Konsumausgaben für das vierte Quartal nun leicht auf 4,2 Prozent nach unten revidiert wurde. Einen derart starken Zuwachs hat es seit Anfang 2006 nicht mehr gegeben. Der niedrigere Ölpreis sorgt dafür, dass die Amerikaner mehr Geld für Ausgaben zur Verfügung haben

„Es gibt wohl keinen Zweifel an der Fortsetzung des Wachstumstrends“, meint Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba. Dafür spricht auch, dass die Firmen wieder mehr investieren wollen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass die US-Wirtschaft dieses Jahr um 3,6 Prozent zulegen wird. Damit wird sie voraussichtlich auch Deutschland weit überflügeln, dem ein Zuwachs von 1,3 Prozent vorhergesagt wird. Angesichts der brummenden Konjunktur erwägt die US-Notenbank, die historisch niedrigen Zinsen von null bis 0,25 Prozent anzuheben. Die Zeit des billigen Zentralbankgeldes dürfte aus Sicht der Märkte frühestens Mitte des Jahres zu Ende gehen. .

Von

rtr

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