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07.01.2011

12:45 Uhr

Konjunktur

Wachstum in den Euro-Ländern schwächelt

Die Wirtschaft in den Euro-Ländern ist im dritten Quartal etwas weniger stark gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Juli und September um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Die Arbeitslosenquote liegt bei über zehn Prozent.

HB BRÜSSEL. Von Reuters befragte Analysten hatten mit plus 0,4 Prozent gerechnet. Binnen Jahresfrist stieg die Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent. Wachstumstreiber waren im dritten Quartal Exporte und Konsum. Am stärksten legte die Wirtschaftsleistung in Luxemburg zu, wo das Wachstum bei 1,5 Prozent lag und damit deutlich an Schwung gewonnen hatte. In der Slowakei legte das Bruttoinlandsprodukt um ein Prozent zu, in Österreich 0,9 Prozent und in Deutschland 0,7 Prozent.

Irland, das sich wegen der ausufernden Kosten für die Bankenrettung unter den Euro-Rettungsschirm flüchten musste, meldete ein Wachstum von 0,5 Prozent, das hoch verschuldete Portugal schaffte ein Plus von 0,3 Prozent. In dem unter den Folgen einer geplatzten Immobilienblase leidenden Spanien stagnierte die Wirtschaft dagegen, und das krisengebeutelte Griechenland blieb mit einem Minus von 1,3 Prozent tief in der Rezession.

In der Eurozone gibt es weiter mehr als zehn Prozent Arbeitslose. Die saisonbereinigte Quote lag im November wie im Vormonat bei 10,1 Prozent. Ein Jahr waren es 9,9 Prozent gewesen. Eurostat schätzt, dass im November 2010 in der EU insgesamt 23,248 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 15,924 Millionen im Euroraum.

Die niedrigste Quote in der Eurozone haben die Niederlande mit 4,4 Prozent, den höchsten Wert weist weiter Spanien mit 20,6 Prozent auf. In Deutschland lag die Quote im November bei 6,7 Prozent. Zum Vergleich: In den USA lag sie bei 9,8, in Japan bei 5,1 Prozent.

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