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02.08.2013

12:12 Uhr

Konjunktur

Zahl der Arbeitslosen in Spanien sinkt fünften Monat in Folge

Ferienzeit heißt in Spanien Arbeitszeit: Dank des Aufwinds in der Tourismusbranche ist die Arbeitslosenquote den fünften Monat in Folge gefallen. Das bedeutet jedoch noch keine echte Erholung des Arbeitsmarktes.

Hochbetrieb am Strand von El Arenal auf der spanischen Insel Mallorca. Der Tourismussektor macht etwa zehn Prozent des spanischen Bruttoinlandsproduktes aus. dpa

Hochbetrieb am Strand von El Arenal auf der spanischen Insel Mallorca. Der Tourismussektor macht etwa zehn Prozent des spanischen Bruttoinlandsproduktes aus.

MadridDie Zahl der Arbeitslosen in Spanien ist im Juli den fünften Monat in Folge gesunken. Sie fiel um 64.866 oder 1,4 Prozent auf 4,7 Millionen, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Madrid mitteilte. Hauptgrund dafür ist der Aufwind der Tourismusindustrie, die in der Ferienzeit viele zusätzliche Mitarbeiter benötigt. Spanien profitiert in diesem Jahr von der politischen Unsicherheit in nordafrikanischen Länder wie Ägypten, wegen der viele Urlauber ihre Ferien lieber an der europäischen Mittelmeerküste verbringen.

Der Tourismussektor macht etwa zehn Prozent des spanischen Bruttoinlandsproduktes aus.

Bis zu einer echten Erholung des Arbeitsmarkts ist es aber noch ein weiter Weg. Nach Griechenland wies Spanien im zweiten Quartal im Juni mit 26,3 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in der Europäschen Union auf. Allerdings mehren sich die Hinweise auf ein Ende der seit zwei Jahren anhaltenden Rezession.

Spanische Reformbilanz in Zahlen.

Spanische Reformbilanz in Zahlen.

Im zweiten Quartal schrumpfte die Wirtschaft mit 0,1 Prozent nur noch minimal. Einige Banken lassen die Krise nach der geplatzten Immobilienblase allmählich hinter sich. Branchenprimus Santander steigerte seinen Überschuss im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro. Bei dem landesweit drittgrößten Geldhaus La Caixa erhöhte sich der Gewinn um mehr als das Doppelte auf 408 Millionen Euro.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Curley

02.08.2013, 12:35 Uhr

Schäuble wird sich wieder hinstellen und sagen "Spanien ist auf einem guten Weg" !! Obwohl das ja nur "urlaubsbedingt" ist, der Rückgang der Arbeitslosen. Und was auch ganz toll ist bei solchen Statistiken. Die Leute in Spanien, die gut ausgebildet (Studium, Ingenieure, Ärzte etc.) sind und das Land nach vorne bringen könnten, verlassen Spanien. Weil sie in Spanien keine Perspektive sehen. Sie verlassen Spanien und suchen in anderen nordeuropäischen Ländern Arbeit. Durch ihre Qualifizierung werden sie da verhältnismäßig gut bezahlt. Diese Leute sind dann in Spanien auch nicht mehr arbeitslos gemeldet und das drückt auch die Arbeitslosenstatistik. Und wenn alle Spanier ihr Land verlassen würden, wäre die Arbeitslosenquote in Spanien bei 0,0 Prozent. Weil keiner mehr dort leben würde. Und trotzdem würde sich unser Herr Schäuble mit breiter Brust hinstellen und sagen. Die Reformen haben die Erwartungen bei weitem übertroffen, das sieht man ja an den aktuellen Arbeitslosenzahlen in Spanien, lach :-).

DINO

02.08.2013, 17:09 Uhr

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Warum nicht ?

Glaubt denn wirklich jemand,das diese Entwicklung in der EU in ein paar Monaten erledigt ist ?

Der Rammbock ist in Sichtweite und wird noch für viel LEID sorgen, das ist sicher !

Nur,das wiedermal die unschuldige EU-Bevölkerung darunter leidet und noch leiden wird,ist fatal !

Durch POLITIK-und POLITIKERversagen incl. LOBBYISMUS !

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